u/Ok_Chapter4315

Marie und Lena Teil 9.1 - Die Hütte im Wald

Als das Feuer genug brannte, um nicht von selber wieder auszugehen, legte sie ein paar dickere Scheite nach, verschloss die Klappe wieder und kehrte ins Bad zurück. Marie hatte die Augen geschlossen und den Kopf zurückgelehnt.

"Magst du ein bisschen heißes Wasser nachlaufen lassen?", fragte sie leise. "Ich werde hier nicht so richtig warm drin irgendwie..." Lena ließ etwas Wasser aus der Wanne und stellte den Hahn an. Dampfend stieg das Wasser wieder, hüllte das kleine Badezimmer in dichten Nebel wie in einer Sauna, und Marie seufzte wohlig. Nach einem Augenblick der Stille kicherte sie verhalten.

"Hab ich dir eigentlich mal erzählt, dass die Badewanne damals mein Lieblingsort war, als ich noch bei meinen Eltern gewohnt habe?"

"Hm? Wie meinst du?"

"Naja, also...Du kennst das Bad ja, Dusche und Wanne ist ja in einem, und wir hatten dann irgendwann diese verstellbare Brause da hängen..."

"Ja. Und?" Marie grinste verlegen.

"Der Strahl war in der richtigen Einstellung sehr angenehm da unten. Checkst du jetzt?" Der Groschen fiel bei Lena.

"Ohh, du meinst du hast...also mit dem Duschkopf...?" Marie lachte und nickte.

"Masturbiert. Ja genau. Du nicht?" Ebenfalls etwas verlegen schaute Lena zur Seite

"Nee, also...wir hatten ja keine Badewanne...und auf die Idee gekommen das damit unter der Dusche zu machen bin ich auch nie, also, ähm...ich hab halt immer die Finger genommen..."

"Tja, da hast du was verpasst. Würdest du mich fragen was ich von zu Hause bei meinen Eltern am meisten vermisse, wäre es die Badewanne. Ganz ehrlich? Ich bin seit dem nie wieder so toll gekommen, wie in dem Ding." Lena plätscherte in Gedanken mit der Hand im Wasser herum. Sie hatte es sich immer nur im Bett unter der Decke gemacht. Ganz selten mal unter der Dusche im stehen, wenn sie besonders horny war, aber auch nur wenn sie wusste, dass sie allein war und demnächst niemand nach Hause kommen würde. Was praktisch nie vorkam, da ihre Mutter Hausfrau war. Sie musste immer sehr aufpassen, dass niemand etwas mitbekam. Ihre Eltern waren, was Sexualität anging, sehr...konservativ.

"Aber was ist mit deinem Satisfyer? Der soll doch so super krass sein, oder nicht?"

"Jaa, ist der auch! Ohne den könnte ich nicht mehr leben. Das mit der Orgasmusgarantie aus der Werbung stimmt bei mir auf jeden Fall. Aber...ich weiß nicht, wie soll ich sagen? Ich find, in der Badewanne ist es einfach was anderes. Dieses ganze drumherum halt. Ich mein, stell dir mal vor: du liegst da, nur für dich, ganz entspannt, das Wasser ist richtig schön warm und gemütlich, du hast vielleicht deine Lieblingsplaylist laufen, und dann bekommst du Lust. Du streichelst dich ein bisschen, überall wo du es magst. Am Hals, am Bauch, deinen Brüsten, ganz leicht von außen an deiner Pussy. Und dann, wenn du dich so richtig heiß gemacht hast, nimmst du diesen Duschkopf unter Wasser, und lässt ihn mit dem Strahl deine Clit massieren. Das fühlt sich bisschen so an wie diese Massagedüsen im Schwimmbad. Und dabei ist alles so schön warm und cozy, als würdest du in einer flüssigen Decke liegen, und ganz sanft zum Höhepunkt kommen, ohne dass du selbst was tun musst. Naja, außer die Brause zu halten. Aber du kannst mir sagen was du willst, mit so einem Wohlfühlorgasmus kann auch der Satisfyer nicht mithalten. Klar, muss nicht der Duschkopf sein, geht ja auch gut mit den Fingern, hab ich auch sehr oft gemacht. Ich meinte halt das große Ganze, verstehst du?"

Lena verstand in der Tat. Was Marie beschrieb hörte sich unfassbar gut an. In Gedanken sah sie sich selbst das tun, was sie hier grade fast wie eine Anleitung beschrieb. Sich berühren, sich streicheln, sich mit diesem sanften Wasserdruck, wie sie es sagte, die Clit massieren lassen. Leicht stellten sich in der diesigen Luft ihre Haare am Körper auf, und sie spürte diese vertraute Hitze zwischen ihren Beinen. Am liebsten hätte sie jetzt mit ihrer Freundin die Plätze getauscht und genau das gemacht, was sie grade gesagt hatte. Sie merkte wie ihre Piercings sich ganz leicht von ihrer Haut abhoben, als ihre Nippel hart wurden, und diesen Anflug von Feuchtigkeit zwischen ihren Lippen, als sie etwas die Schenkel zusammenpresste.

'Nein, das geht jetzt nicht!", mahnte sie sich. 'Nicht hier, nicht jetzt. Marie ist verletzt und ich sollte mich um sie kümmern. Sie blödelt doch grade nur rum, um sich abzulenken.' Aber vielleicht könnten sie ja irgendwann mal...also gemeinsam...in einer größeren Wanne...

Sie sah sie beide vor ihrem inneren Auge in einem Whirlpool vor einer schicken Ferienhütte im Wald liegen, alles in einem leichten Schein vom entfernten Lagerfeuer. Die Köpfe zurückgelegt, den Blick in den klaren Sternenhimmel gerichtet. Dann Maries Kopf, der sachte an ihre Schulter fiel und sich an sie schmiegte, ihr weiches Haar an ihrer Wange. Ihre Hand, die zart über ihre Brust streichelte und verträumt mit ihrem Piercing spielte, während sie Arm in Arm in dem warmen Wasser lagen. Wie sie sich dem sanften Streicheln der Massagedüsen an ihren empfindlichen Stellen hingaben, sich gemeinsam in einen langsamen, aber unglaublich schönen Orgasmus hineintreiben ließen...

"Marie, brauchst du grade eigentlich noch was?", fragte sie und streckte den Rücken durch, in der Hoffnung ihrem Kopfkino entfliehen zu können. Vielleicht konnte sie ihr etwas bringen, Tee oder ein Glas Wasser. Dann könnte sie im kühlen Wohnzimmer etwas runterfahren. Die Angesprochene seufzte theatralisch.

"Hach, so ein gemütlicher Badewannenorgasmus wäre jetzt schön. So wie früher. Dem trauer ich grade schon ziemlich hinterher, weißt du das? Aber da lieg ich seit Jahren mal wieder in einer drin, und dann wird da nix draus weil ich meinen Arm nicht bewegen kann." Traurig schaute sie zu Lena. "Ich hab's heute aber auch wirklich nicht einfach."

"Nimm doch einfach den anderen?", feixte Lena und zog eine belustigte Grimasse. Aber Marie schüttelte nur den Kopf.

"Nee, das ist nicht das gleiche. Mit links kann ich nicht, das fühlt sich komisch an. Außerdem hab ich im linken Arm auch irgendwie Schmerzen."

Sie biss sich leicht auf die Unterlippe und schaute Lena mit einem schüchternen Blick an. Darin lag etwas. Eine Mischung aus Lust und Angst. Lust wegen ihren Erzählungen und der mittlerweile in diesem schweren Badezimmernebel fast greifbaren Erregung, die in der Luft hing. Angst, weil das, was sie nun fragte, so viel implizierte, so viel meinte ohne es zu sagen. Es war wie ein vorsichtiges Tasten, als würde man etwas ganz besonders wertvolles berühren, was zerbrechen konnte wie eine Glaskugel wenn man nicht aufpasste. Lena merkte, dass ihre Freundin all ihren Mut zusammen nahm, um ihre Worte dazu zu bringen ihren Mund zu verlassen.

"Würdest du vielleicht...also...?" Ihre Stimme war leise, fast schon ein Flüstern. Lenas Herz hämmerte in ihr. Sie verstand genau was Marie meinte. Aber sollte sie? Marie diese Bitte erfüllen? Ging das nicht zu weit? Andererseits hatte sie grade darum gebeten. Und Marie hatte gestern ja auch ihre Brüste massiert, auch auf eine erotische Art und Weise, so wie sie es sich gewünscht hatte. Und wenn sie ehrlich mit sich war, ging hier doch grade etwas in Erfüllung, was sie sich bisher nur vorgestellt hatte. Aber Marie wirkte so...verletzlich. Grade in Hinblick darauf, was sie ihr heute bei der Grillhütte erzählt hatte. Dass sie noch nie von jemand anderem berührt worden war. Lena wäre die erste. Die erste überhaupt.

Sie suchte erneut den Blick ihrer Freundin. Sie hatte diesen Ausdruck, den nur die richtigen Leute in den bedeutendsten Momenten des Lebens in jemand anderem sehen konnten. Es war, als schaute sie durch diese unglaublich tollen blauen Augen direkt in ihr Innerstes. In ihre Seele. Dort sah sie eine bildhübsche, aber unsichere junge Frau, mit diesen umwerfenden schwarzen Haaren, die sie mit großen Augen erwartungsvoll anschaute und mit jedem Moment der verstrich tausend Tode starb, in der Panik grade etwas gesagt zu haben, was ihre so besondere Beziehung zueinander nachhaltig beschädigen könnte. Dann gab sie sich einen Ruck, und nickte schließlich.

"Aber bist du sicher? Also, dass ich...? Ich wäre ja die erste, die bei dir..." Marie nickte ebenfalls. Zaghaft. Den Blick gesenkt aufs Wasser.

"Ja", flüsterte sie erleichtert. "Wem könnte ich mehr vertrauen als dir?" Zögerlich ließ Lena die Hand in das warme Wasser gleiten, berührte sie sanft am Knie.

"Okay, dann...lehn dich zurück, schätze ich?" Marie legte den Kopf zurück. Dann atmete sie einmal ein und aus und öffnete ihre Beine, um Platz für Lenas Hand zu schaffen. Diese tat ihr bestes, sich ihre Überforderung nicht anmerken zu lassen. Gestern Abend noch hatte sie sich gewünscht, dass sich sowas wie diese erotische Massage wiederholen könnte, und nicht mal einen Tag später wurde sie von Marie darum gebeten, ihr einen Orgasmus zu verschaffen. Wo steuerte das alles hin? Sah Marie das hier als eine Art Freundschaftsdienst? Als einen Gefallen? Weil sie selbst nicht konnte, aber doch so gerne wollte? Würde sie das gleiche auch für sie tun? Immerhin, als sie sie danach gefragt hatte ihre Brüste zu streicheln, hatte sie kaum gezögert. Fühlte sie sich auch zu ihr hingezogen? Also auf einer körperlichen Ebene? Fiel hier grade diese letzte Grenze zwischen ihnen? Würde sie sie auch darum bitten, wenn sie nicht verletzt wäre?

Fragen über Fragen prasselten auf sie ein. Sie versuchte in sich hineinzuhorchen, ob sich das hier für sie falsch anfühlte. Noch könnte sie einen Rückzieher machen. Denn abgesehen davon, dass es Marie war, war es ja ebenfalls ihr erster richtiger sexueller Kontakt mit einer Frau. Aber nein. Es fühlte sich richtig an. Sie war total nervös und aufgeregt, aber nicht abgeneigt. Gespannt fragte sie sich, ob sich Maries Pussy wohl anders anfühlen würde als ihre eigene. Aber das würde sie ja gleich erfahren. Sie musste nur weitermachen.

"Ist dir doch kalt?", fragte Marie vorsichtig, als sie mit ihrer Hand langsam den inneren Schenkel ihrer Freundin hinaufglitt, bedacht darauf, nicht den fiesen Kratzer zu erwischen. "Du zitterst so." Lena spannte ein ganz klein wenig mehr ihre Muskeln im Arm an, um wieder die Kontrolle über ihre Hand zu bekommen.

"Nein nein, alles gut, ich...äh...wie kann ich es denn machen, dass es für dich schön ist? Ich weiß ja gar nicht, was sich für dich gut anfühlt."

"Ähm, also... Kannst du mich vielleicht am Anfang erstmal ein bisschen streicheln? Also...da unten? Das würde ich jetzt machen..."

"Ja klar. Gerne." Lena schob ihre Hand höher Maries Bein hoch, ganz sachte, nur mit den Fingerspitzen. Sie selber mocht es auch langsam, nahm sich gerne Zeit fürs masturbieren. In so fern sie die Möglichkeit hatte. In ihrer kleinen Wohnung war das bislang leider nicht der Fall gewesen. Aber vielleicht waren die Dinge ja grade dabei sich zu ändern?

Sie strich hin und her, über die Stelle wo die Haut am empfindlichsten war, führte ihre Finger wie eine Feder, wechselte auf die andere Seite. Marie entfuhr ein erstes Seufzen, und sie schloss die Augen.

"Magst du es so?"

"Mmmhhh...ja, sehr sogar. Bitte mach weiter..."

Lena ging mit ihrer Hand weiter nach oben, fuhr mit den Fingern durch die Haare auf dem Venushügel, übte mit der Handfläche leichten Druck aus. Erst ein ganz kleines bisschen, dann etwas mehr. Ihre Hand verließ Maries Scham, streichelte über ihren Bauch, die Seite, die Hüfte, kam wieder zurück. Wiederholte das gleiche auf der anderen Seite. Wieder am Venushügel angekommen drehte sie ihre Hand so, dass sie nun nach unten zeigte. Schob sie etwas tiefer, kam mir den Fingern auf den Vulvalippen zu liegen. Drückte ganz sanft zu, umfasste sie, hielt sie dort einfach für einen Moment.

Marie hatte mittlerweile den Mund geöffnet und atmete mit weiterhin geschlossenen Augen tief in den Bauch. Ihre Brüste hoben und senkten sich leicht aus dem Wasser. Lena begann ihre Hand etwas zu bewegen, massierte nun von außen sachte die Pussy ihrer Freundin, wollte sie jetzt richtig verwöhnen. Wieder und wieder ließ sie sie kreisen, spielte mit dem Druck ihrer Handfläche, strich mit der Kuppe des Mittelfingers auch einmal ganz vorsichtig über Damm und Poloch, was Marie zum schaudern brachte. Erschrocken zog Lena die Hand zurück.

"Oh Gott, sorry! Zu viel? Ich dachte nur, ich...äh, Versuch das mal, weil ich hab mal gehört, da.."

"Alles gut Lena, das war schön. Du hast mich nur überrascht. Ich mag es da. Manchmal mach ich das auch..."

"Soll ich nochmal?"

"Wenn du magst?"

Lena gab keine Antwort, sondern platzierte ihre Hand wieder richtig und fuhr nun mit den Fingern immer wieder über die kleinen Falten an Maries Hintertür, drückte ganz sanft darauf. Ihre Freundin stöhnte genau so sachte.

"Oooohhh haaa das fühlt sich schön an, jaaaa..."

Einen guten Moment lang ging es so weiter. Dann widmete sich Lena wieder mehr der Etage darüber. Legte die Hand wieder auf ihre Pussy, kraulte mit den Fingern von unten nach oben, strich mit Zeige- und Ringfinger über die weichen, leicht geschwollenen Lippen. Ihr Mittelfinger verschwand dabei immer wieder dazwischen, berührte ihren Eingang, fuhr zwischen ihnen hindurch bis kurz vor Maries Clit. Maries Atem ging schon schwerer, wurde ein bisschen lauter. Lena spürte an ihrem Finger die ersten Tropfen von Maries Feuchtigkeit, die sich mit dem Badewasser vermischten. Sie fühlten sich an wie bei ihr. Warm. Etwas dickflüssig.

"Lena, das...das fühlt sich so gut an...mmmhh ohhh." Sie öffnete die Augen und warf ihr einen schüchternen Seitenblick zu. "Wäre...wäre das okay, wenn ich ein bisschen meine Mädels anfasse, während du weitermachst? Ich mag es, wenn ich da auch...naja, du weißt schon..."

"Ja natürlich. Alles was dich gut fühlen lässt."

Marie schloss wieder die Augen und fasste mit der linken Hand an ihre Brust, während Lena weiter ihre Pussy streichelte. Fuhr die Konturen zart mit den Fingern ab, drückte sie leicht. Hob sie etwas nach oben, spielte sanft mit ihrem harten Nippel, kniff sich selbst ganz vorsichtig hinein. Lena indes schob ihre Hand zwischen ihren Beinen ein paar Zentimeter nach oben, setzte fort was sie tat, allerdings so, dass ihre mittlere Fingerkuppe nun ihre Perle erreichen konnte. Einen Wimpernschlag lang zögerte sie. Wenn sie an dieser Stelle weitermachte, würde Marie irgendwann kommen. Weil sie sie fingerte.

Der Gedanken musste sich kurz in ihrem Kopf setzen. Bis vor einigen Wochen hatte sie nicht mal an sowas gedacht. Aber irgendwie hatten die Dinge ihren Lauf genommen und nun saß sie hier in dieser kleinen verlassenen Hütte irgendwo in Schweden auf dem Rand einer Badewanne, selbst nackt und erregt, und war drauf und dran ihrer Freundin ihren ersten Orgasmus zu bescheren, den sie sich nicht selbst verschaffte. Und ja, es machte sie an. Sehr sogar. Sie sah wie sehr Marie ihre Berührungen genoss, und mit jedem Stöhnen, dass ihre Freundin von sich gab, wuchs in ihr der Drang nach einem eigenen Orgasmus. Ihr wurde in dem warmen Badezimmer immer heißer, und sie konnte nun bei bestem Willen nicht mehr leugnen, dass ihre eigene Pussy feucht geworden war. Immer wieder presste sie ihre Schenkel zusammen, in der Hoffnung eine Position zu finden, in der sich vielleicht ihre Clit an ihren ebenfalls leicht geschwollenen Vulvalippen reiben konnte, wollte unbedingt selber Befriedigung. Aber das musste warten. Jetzt ging es um Marie, und sie hätte von ihr ablassen müssen, um es sich selbst zu machen.

Nach diesem Moment des zögerns gab sie sich aber schließlich einen Ruck und zog den Finger weiter nach oben, strich das erste Mal über Maries Perle. Sie stöhnte auf, als sie sie berührte. Jetzt lauter als vorher.

"Ooohhh! Haaa, ja genau da! Mmmhhh..."

Vorsichtig zog Lena erste, leichte Kreise über ihre Clit. Von links nach rechts, von oben nach unten, fühlte sie unter ihrem Finger, erkundete sie. Sie war ganz ähnlich wie ihre eigene, und doch anders. Größer. Etwas härter. Deutlich weniger unter dem dünnen Häutchen versteckt als bei ihr. Mit ihren anderen Fingern spreizte sie etwas die inneren Lippen, legte sie frei, massierte ihre Perle sanft in dem wohlig warmen Wasser. Entgegen ihrer ursprünglichen Befürchtungen fühlte es sich für sie auch gar nicht komisch an, Marie dort zu berühren. Es kam ihr vor, als hätte sie eigentlich schon viel zu lange darauf gewartet, und ehrlich gesagt hatte sie das auch. Und Maries Reaktionen gaben ihr die Bestätigung, dass sie das richtige tat.

"Mmmhhh ohh Lena das fühlt sich so guuuut aaannn...hhaahhh..." Ganz vorsichtig erhöhte sie nun den Druck auf die Clit, rieb sie in langen, langsamen Zügen von unten nach oben. Wechselte ab und zu wieder zu ihren inneren Vulvalippen, nahm die restlichen Finger dazu, um die äußeren mal sanft zu streichen, mal etwas mehr zu drücken. Sie sah, wie Marie ihre Brüste jetzt nicht mehr nur streichelte, sondern immer wieder fest packte. Mal die linke, mal die rechte. Sie drückte und knetete, ihre harten Nippel fest zwischen Daumen und Mittelfinger rollte.

"Mmhhooaa", keuchte sie voller Lust. "Warum kannst du das eigentlich so guuhuuut...ahhh!" Lena merkte, in welche Extase sie kam, und konzentrierte sich nun ganz und direkt auf Maries Perle. Suchte sich einen etwas schnelleren, aber gleichmäßigen Rhythmus, ließ ihren Finger in kleinen Kreisen über die Clit ihrer Freundin huschen. Ihr Atem und ihre Laute wurden nun immer abgehackter. Immer wieder hielt sie die Luft an, presste alle paar Sekunden nurnoch ein stakkatohaftes "Ja! Ja!" hervor, spannte immer wieder ihre Muskeln an. Lenas Hand wurde nun langsam schneller, ihr Finger tanzte einen geilen Tanz, das Wasser plätscherte um ihren Unterarm. Sie sah Marie an, dass sie kurz davor war, und biss sich auf die Unterlippe. Ihre Freundin hatte den Mund weit offen stehen und das Gesicht vor Erregung verzogen, keuchte heftig und stöhnte in immer höheren Lauten. Lena konnte es selber kaum noch aushalten, so horny und needy war sie nach einem eigenen Orgasmus, musste sich unbedingt Befriedigung verschaffen, wenn das hier gleich vorbei war. Sie fühlte wie ihre eigene Clit pochte und die ersten Tropfen ihrer Feuchtigkeit zwischen ihren Vulvalippen herausliefen, ihren inneren Schenkel und den Rand der linken Pobacke hinunter. Marie indes wurde unter ihr immer unruhiger, lauter, und Lena konnte fühlen, wie unter ihrer Hand ihre Clit und ihr Beckenboden anfingen zu pulsieren.

"Ohh! Oh! Jaaaa! Ja! JA! Gott Lena, ja! Genau da, bitte!" Sie krallte sich mit beiden Händen an den Badewannenrand als sie schließlich kam und drückte sich mit dem Oberkörper aus dem Wasser, es wirkte fast als wollte sie aufstehen.

"OhjaOhjaOhja! Ich...Mach weiter ich...Lenaaaaaaa HAAAA!" Zitternd und schwer keuchend ließ sie sich zurück in das Wasser sinken, die Augen halb geöffnet, den Blick an die Decke gerichtet. Einen Moment atmete sie einfach nur, ein dickes Lächeln im Gesicht, während Lena zum Abschluss noch ein bisschen ihre zarten Vulvalippen von außen liebkoste, im Inneren selber total zittrig. Sie hatte Marie grade tatsächlich kommen lassen. Und es hatte ihr gefallen. Ihre Pussy zu berühren hatte sich gut angefühlt. Und zu sehen, wie ihre Freundin durch sie diesen Höhepunkt erlebte, dabei sogar ihren Namen rief, war Wasser auf die Mühlen ihrer Lust gewesen. Aber jetzt wollte sie es auch, nein, sie brauchte es.

"Gott, Lena, das war...so viel besser als ich es mir vorgestellt hatte...Ich meine...mmmhhh...du war so...und mit deinem Finger...das war echt der Wahnsinn..." Lena strich ihrer Freundin noch einmal über den Schenkel und erhob sich etwas unkoordiniert.

"Ich, äh...schau mal ob ich was zu trinken für uns finde, dann kannst du eben ein bisschen runterkommen."

"Mhhhmmm, alles gut", brummte Marie etwas weggetreten und schloss die Augen für einen Augenblick, den Kopf wie erschöpft auf die Seite gelegt. "Ich brauch hier noch nen Moment..."

Mit zügigen Schritten huschte Lena aus dem Bad, zog die Tür hinter sich ran, und stolperte in den vom Ofen nun gut aufgewärmten Wohnraum. Sie würde sich jetzt diesen Orgasmus holen, komme was wolle. Sie war schon viel zu horny, um es noch länger aushalten zu können. Und wo? Ihre Wahl fiel auf das Sofa. Noch während sie lief, packte sie sich an ihre wogende Brust, drückte zu, zog den gepiercten Nippel, musste ein erstes Stöhnen unterdrücken.

Nackend wie sie war schmiss sie sich auf die Polster, stellte die Beine auf, spreizte weit ihre Schenkel. Sie verlor keine Zeit, kam direkt zur Sache. Vorspiel hatte sie grade genug gehabt. Sie brauchte es. Jetzt. Ohne großes Zögern schob sie sich einen Finger in ihre feuchte Pussy, dann direkt einen zweiten. Krümmte sie nach oben zu ihrem G-punkt, bewegte sie mit nassen, schmatzenden Geräuschen rein und raus. Mit der anderen Hand rieb sie ihre Clit, hin und her im Kreis, ganz so wie bei Marie noch vor einer Minute, wurde schneller und härter, unterdrückte mit schwerem Keuchen ihr verzweifeltes Stöhnen, machte weiter und weiter. Dann war auch sie soweit. Alles in ihr spannte sich, ihre geschwollene Pussy pulsierte, zog sich um ihre Finger zusammen. Lena warf den Kopf in den Nacken und schloss die Augen, als ihr kurz die Sicht verschwamm, das Gesicht in eine lustvolle Grimasse verzogen. Unter zwei schweren Atemzügen vergaß sie ihren Mund geschlossen zu halten und stieß ein einzelnes, lautes Stöhnen aus, konnte es nicht unterdrücken, als sie endlich ihren erlösenden Orgasmus bekam.

"AAAAAHHHHOOHHHHAAA!"

Zittrig schlug sie wieder die Augen auf und blinzelte ein paar Sekunden wie benommen in den Raum hinein, kam langsam wieder zu Atem. Das war nötig gewesen. Aus dem Badezimmer hörte sie, wie Marie sich räusperte.

"Äham...Lena?"


Uhh, hot and steamy🔥🥵🧖🏻‍♂️🛀🏻 hoffe es gefällt so😁🤭

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u/Ok_Chapter4315 — 10 days ago

Marie und Lena Teil 9 - Die Hütte im Wald

Dieser Teil ist wieder in zwei Teile geteilt wegen der Textlänge 🙂‍↕️ viel Spaß beim Lesen


"MARIE!"

Panisch eilte Lena die paar Schritte zurück zu der Stelle an der ihre Freundin abgestürzt war. Ein Teil des Weges war mit ihr den Hang heruntergefallen und begrub nun etliche Meter weiter unten ihre Beine und Hüfte unter sich. Maries Oberkörper ragte auf den Bauch gedreht reglos unter dem Schutt hervor, der große Rucksack war ihr ins Genick gerutscht. In all dem Regen und dem schlechten Licht war sie mit ihrer schwarzen Jacke unter den dunklen Steinen kaum auszumachen.

"MARIE! MARIE BIST DU VERLETZT?!", brüllte sie gegen den Sturm an, doch die Angesprochene regte sich nicht. Schockstarr und zugleich voller Adrenalin stand Lena da. Warum bewegte sich Marie nicht? Hatte sie sich den Kopf angeschlagen? Waren nur die Steine zu schwer? Sie war ja wohl nicht tot, oder? Starb man bei so einem Sturz? Gott, was sollte sie nur machen wenn Marie nicht mehr am Leben war? Unzählige Szenarien hämmerten sich gleichzeitig in ihren Kopf. Wie sie dort unten den leblosen Körper ihrer Freundin aus dem Schutt wühlte. Sie zurück in Deutschland zu Grabe trug. Einsam in die kleine Wohnung unter dem Dach zurückkehrte, gebrochen vor Trauer und ohne, dass sie ihr jemals hatte sagen können was sie für sie fühlte. Sie schüttelte sich und wandte einen psychologischen Trick für Extremsituationen an, von dem sie mal gelesen hatte. Genau drei Sekunden lang ließ sie ihre Angst zu. Ließ diese unsagbar schrecklichen Bilder ihre Gedanken übernehmen. Schloss die Augen und zählte. Eins. Marie unter dem Schutt begraben. Zwei. Sie mit Maries Familie am Grab ihrer Freundin. Drei. Die kalte und totenstille Dachwohnung. Dann atmete sie tief ein und wieder aus. Schob ihre Ängste in eine dunkle Ecke, fokussierte sich auf den Regen und den Sturm um ins Hier und Jetzt zurückzukehren. Sie mahnte sich zur Rationalität. Es wurden doch immer wieder Menschen aus viel extremeren Lagen geborgen. Lebend. Der menschliche Körper war viel zäher, als man manchmal meinte. Sie schaute sich um und suchte nach einem Weg den Hang hinunter. Sie musste sich jetzt darauf konzentrieren ihrer Freundin zu helfen.

Da war ein größerer Felsen ein paar Meter weiter, den sie herunterklettern könnte. Nein, viel zu nass und sie wusste nicht, ob der Stein nicht brechen würde. Sollte sie weiterlaufen, in der Hoffnung eine bessere Stelle zu finden? Dann müsste sie aber das gelaufene Stück weg auf dem steilen Schotterhang wieder zurück. Womöglich würde sie ebenfalls abrutschen, wäre noch weiter unten als Marie und würde nicht wieder hochkommen. Nein, das ging auch nicht. Fieberhaft überlegte sie, und kam schließlich zu einer Idee. Keine gute, aber die einzige, die sie grade irgendwie in ihrem Kopf halbwegs logisch ausgestalten konnte. Sie setzte ihren Rucksack ab, schmiss ihn etwa einen Meter neben der Stelle wo Marie gestürzt war auf den Boden und setzte sich darauf, um ihn wie eine Art Schlitten zu nutzen. Vorsichtig und mit den Füßen voran bremsend rutschte sie knirschend Meter für Meter auf den spitzen Steinen den Hang hinab. 'Gott, das Ding wird total hinüber sein wenn ich unten bin', dachte sie kopfschüttelnd. Doch das war ihr egal. Was jetzt zählte war, das sie zu ihrer Freundin kam. Immerhin bot er ihr Schutz vor dem Untergrund.

Etliche Meter weiter kam sie an der Stelle wo Marie lag zum stehen. Der Hang war ab hier weniger steil, sodass sie keine Angst haben musste, weiter abzurutschen. Vorsichtig rollte sie sich von ihrem Gefährt und rutsche auf den Knien zu ihrer Freundin hin. Scharf zog sie die Luft ein, als die Kanten der Steine in ihre Haut drückten.

"Marie!", rief sie wieder und packte sie grob am Arm. Rüttelte an ihrer Schulter, drehte ihr vorsichtig den Kopf auf die Seite. Der Rucksack in ihrem Genick hatte sie davor bewahrt, komplett unter der Schuttlawine, die mit ihr abgegangen war, begraben zu werden. "Marie, um Himmels Willen, sag doch was!" Tränen stiegen ihr in die Augen, als sie sie hier so liegen sah. Schnaufend und mit zittrigen Händen begann sie das Geröll bei Seite zu räumen, die Handflächen schon ganz rau und rissig von den vielen Steinen. Dann regte sich etwas unter ihr. Mit einem gequälten Stöhnen drehte Marie sich auf die Seite und schlug mit verschwommenem Blick die Augen auf.

"Ahh, hmpf, Gott, was...Lena bist du d..." Lenas Herz setzte einen Schlag aus. Sie sprach, konnte sehen und sich bewegen. Hastig strich sie ihr den Dreck und das Wasser aus den Augen. Sie hatte eine fiese Schürfwunde am Jochbein.

"Gott, dir geht's gut!", rief Lena aus und schloss ihren Kopf auf ihrem durchnässten Schoß in die Arme.

"Naja, wie man's nimmt", nuschtelte sie ächtzend, und Lena half ihr sich aufzusetzen. "Ich fühlte mich als hätte mich ein Bus überfahren. Ich bin abgerutscht, stimmt's?" Lena nickte knapp.

"Ja, bestimmt zehn Meter tief. Und du warst bewusstlos. Ich hatte so eine scheiß Angst!" Über ihnen donnerte es mit einem ohrenbeteubenden Knall, und ein erster Blitz zuckte über den Himmel. "Und jetzt sollten wir schnell machen hier wegzukommen! Kannst du aufstehen?"

"Ich denke ja", sagte sie, doch knickte dann sofort wieder ein, als sie es versuchte.

"Ahhh! Scheiße, mein Fuß!" Jammernd hielt sie sich den Knöchel. "Fuck! Ich kann nicht auftreten. Aber ist nichts gebrochen denke ich, ganz bisschen bewegen kann ich ihn. Kannst du mir auf helfen?" Marie streckte den Arm aus, Lena schulterte schnell wieder ihren geschundenen Rucksack und packte sie an Unterarm und Ellenbogen. Sie wollte sie nach oben ziehen, doch auch hier musste Marie sich geschlagen geben. "Auaaa! Uhmpf, nein. Der Arm geht auch nicht." Lena sah, dass der Ärmel ihrer Jacke offen war und die Haut darunter rot vor Blut. Sie musste dort einen tiefen Schnitt haben. Über ihnen war schon wieder dichtes Donnergrollen zu hören.

"Okay, dann der andere. Beiß die Zähne zusammen. Wir müssen hier weg. Jetzt!" Sie ignorierte einfach die Schmerzenslaute ihrer Freundin und hievte sie nach oben, stützte sie mit ihrem rechten Arm. Gemeinsam stolperten sie vorsichtig den Rest des Hügels hinunter, bis sie eine Wiese erreichten. Auf der anderen Seite davon meinte Lena ein Gebäude zu erkennen.

"Da hinten ist ein Haus", schnaufte sie. Der Weg über die matschige Wiese mit der humpelden Marie im Arm war alles andere als leicht. Noch dazu hatten sie ja auch schon 15 Kilometer Geländemarsch hinter sich und ihr brannten die Waden und der Rücken. "Da gehen wir wir jetzt hin. Keine Ahnung was oder wo das ist, aber es wird besser sein als das hier." Dass bei ihnen beiden mittlerweile auch das letzte bisschen Kleidung vom Regen triefend nass und kalt war, mussten sie nun einfach aushalten.

Sie brauchten bestimmt noch 20 Minuten für den Weg. Die Wiese war, wenn gleich auch nicht so sehr wie der Geröllhang, immer noch abschüssig und übersät mit großen und kleinen Felsbrocken. Am Ende mussten sie noch über einen halb verfallenen Zaun klettern, dann standen sie unter der überdachten Veranda. Hier ging der Wind nicht so stark, und sie hatten Schutz vor dem Regen. Marie ließ sich schwer auf eine kleine weiße Holzbank fallen.

"Ach du meine Güte. Wenn das dieser Abenteuerurlaub ist, von dem immer alle reden, dann kann ich ab sofort gerne darauf verzichten", stöhnte sie begann langsam zu zittern. "Meinst du hier ist jemand zu Hause?"

Lena schaute sich um. Drinnen schien alles dunkel. Die Farbe an der Fassade blätterte langsam ab, Spinnenweben hingen unter dem Giebel und die lange Auffahrt war überwuchert mit hohem Gras und Brombeerbüschen. Reifenspuren konnte sie auch keine ausmachen.

"Ich denke nicht, dass jemand da ist. Oder in letzter Zeit hier war. Wirkt wie eine verlassene Ferienhütte oder so." Sie hämmerte an die Eingangstür. "HELLO?! ANYBODY THERE?!" Erwarteter Weise kam keine Antwort. Vorsichtig drückte sie die Klinke herunter. Es war offen. Marie schaute sie mit großen Augen an.

"Willst du da rein? Wir können doch nicht einfach so in ein fremdes Haus gehen!" Lena verdrehte den Blick.

"Mir scheiß egal. Das wird die einzige Hütte sein, die man hier irgendwo findet. Wir sind komplett nass, total im Arsch und du bist verletzt. Außerdem sieht es nicht aus, als würde das Gewitter bald aufhören. Komm." Sie zog Marie nach oben und sie betraten das kleine Häuschen.

Drinnen war es kalt und muffig, aber einigermaßen ordentlich. Im schmalen Flur standen eine Kommode, ein leeres Schuhregal und ein Garderobenständer mit einem Hut. Ein grob genküpfter Läufer lag auf dem Boden und eine glatte, aber verfärbte Blümchentapete zierte die Wand. Am Ende des Ganges befand sich eine Art Wohnküche mit einem uralten Holzofen, Tisch, Stühlen und einem durchgesessenen Sofa. Zwei weitere Türen gingen von dem Hauptraum ab, und eine größere Deckenleuchte lag zerbrochen auf dem Boden. Sie hatte sich wohl iegendwann von ihrer Befestigung gelöst und war heruntergefallen.

"Süßes Häuschen", konstatierte Marie. "Aber was haben wir hier entdeckt? So eine Art Lost Place?" Sie ließ den Rucksack fallen und setzte sich mühsam auf einen der Stühle an dem alten Tisch. "Die Zeitung hier ist jedenfalls von April 2020. Hier steht irgendwas mit Corona. Meinst du so lange war schon keiner mehr hier?"

Lena sah sich um und suchte nach einem Lichtschalter. Wenn seit dem wirklich niemand mehr hier gewesen war, würde auch heute keiner mehr kommen. Ob die Elektrik noch funktionierte? Sie fand einen alten Kippschalter neben einer der Türen und atmete erleichtert auf, als sie ihn umlegte und die alte Energiesparglühbrine an der Decke langsam zum Leben erwachte.

Sie sah Marie nun das erste Mal seit ihrem Sturz bei Licht. Die Schuhe verschlammt, die Hose dreckig und an einem Knie durchgescheuert. Ihre Jacke war, wie sie schon bemerkt hatte, an einem Ärmel aufgerissen, mit dem blutigen Arm darunter. Ihr Gesicht war schmutzig und aufgeschürft. Getrocknetes Blut klebte unter ihrer Nase und auf der Oberlippe. An ihrer Augenbraue und der Stirn waren ebenfalls einige kleine Schnitte und Abschürfungen zu sehen. Kurzum, sie sah scheußlich aus. Aber was sollte man auch erwarten von jemandem, der grade bei Gewitter eine Geröllhalde hinuntergestützt war. Lena blinzelte ein paar Mal. Immerhin war es nur das. Es hätte deutlich schlimmer ausgehen können. Sie klagte nicht über Kopfschmerzen, Schwindel oder Übelkeit, war zurechnungsfähig und konnte sich bewegen. Also nichts gebrochen und keine Gehirnerschütterung. Vielleicht maximal ein verstauchter Knöchel und ein paar Prellungen. Glück im Unglück, wie man so schön sagte. Sie kam zu ihr und half ihr vorsichtig aus der Jacke. Marie zitterte am ganzen Körper, ihre Haut war schon ganz kalt vom Wetter draußen, die Lippen bereits leicht blau. Und auch ihr selber war es eisig. So durchnässt wie sie waren, mussten sie schleunigst aus ihren Sachen raus und sich irgendwie aufwärmen.

"Vvvielleichhht bbbehhhalte ich dddddie Sacchhhen erstmal annn..i...ichhh habbb nichts anderes zzzzum anziehehhhhen dabbbei..." bibberte sie. Es waren die Kälte vom Sturm und der nachlassende Schock, die sich jetzt bemerkbar machten.

"Nein, keine Chance", erwiderte Lena. "Du musst das nasse Zeug ausziehen, sonst unterkühlst du noch." Marie versuchte sich an einem gequälten Lächeln.

"Unndddd ddddann? W..wwwilst du mich wwwarm hhhauchen oder wwieee?"

"Keine Ahnung, mir fällt schon was ein." Sie nahm ihre Jacke und zog ihr das klitschnasse Oberteil aus. Prüfend suchten ihre Augen den kleinen Raum ab. Viel gab es hier nicht, was ihr taugte. Sie zog schließlich das staubige Tischtuch herunter und legte es Marie um die Schultern. "Nimm das erstmal, bis ich was anderes gefunden habe." Fieberhaft überlegte sie, was jetzt für Wärme sorgen könnte. Da, der Ofen. Den könnte sie anfeuern. Würde ein bisschen dauern, aber auf jeden Fall brauchbar. Und hinter den Türen? Da könnte vielleicht irgendwo eine Decke liegen oder so. Sie öffnete die erste und stand in einer Art Speisekammer. Die Regale waren aber größtenteils leer. Ein paar Flaschen, Nudeln und etwas Tee. Unten standen ein paar Kisten. Sie öffnete die zweite, und fand sich zu ihrer Überraschung in einem voll ausgestatteten Badezimmer wieder. Es war klein, und die Fliesen in einem hässlichen braun-gelb, aber es hatte alles was man brauchte. Klo, Waschbecken mit Spiegelschrank und Badewanne. Über dem Wasserhahn war ein Durchlauferhitzer. Beim Anblick der Toilette drückte plötzlich wieder ganz stark ihre Blase. 'Oh Gott, endlich!', jubelte sie innerlich und schälte sich so schnell sie konnte aus ihrer nassen Hose. Bei dem ganzen Stress hatte sie total verdrängt, wie sehr sie eigentlich immer noch pinkeln musste. Sie setzte sich auf die kalte Klobrille und ließ es mit einem erleichterten "Aaaaahhhhh" laufen. Noch auf dem Klo zog sie sich die Schuhe und die Socken aus und ließ die Hose einfach liegen, als sie fertig war. Zu ihrer Verwunderung lief sogar die Spülung. Fließend Wasser war also auch vorhanden. Da kam ihr eine Idee.

"Mmmaann, dddas wwwar wohl nnnötig, was?", grinste Marie aus ihrem mieserabel aussehenden Gesicht mit klappernden Zähnen. "Ddeinen Nnniagggarafffalll hhhabb ich ja sogggar bis hier gggehhhörrt."

"Naja, ich konnte mir ja schlecht in die Hose machen, oder? Aber komm hoch, ich hab da was entdeckt. Du wirst jetzt ein schönes, heißes Bad nehmen." Sie hievte Marie vom Stuhl nach oben und bugsierte sie in das kleine Badezimmer.

"Bbbaden?", lachte sie. "Gggott, ich hhhab hier nnnicht mit einer Wwwanne gerechnet."

Lena platzierte sie auf dem Klo und zog ihr Schuhe, Hose, BH und Slip aus, während sie das Wasser durch den Erhitzer laufen ließ, bis es die richtige Temperatur hatte. Dann verschloss sie den Abfluss und half Marie beim Einstieg. Diese verzog schmerzvoll das Gesicht und zog scharf die Luft ein, als sie sich in das heiße Wasser setzte.

"Zu heiß?"

"Nein, ich..zzzzzz..aua! Ess bbbrennnttt nur an dddenn vvverrletzunggggennn..."

Lena sah nun das ganze Ausmaß ihrer Blessuren. Überall an ihrem Körper hatte sie Schürfwunden und Blutergüsse, Dreck klebte noch in einigen offenen Stellen an Knie, Gesicht und Schienbeinen und an dem fiesen Schnitt an ihrem rechten Unterarm, der sich einmal der Länge nach über eines ihrer schönen Tattoos zog. Auch der rechte Knöchel begann schon anzuschwellen.

"Ich seh schlimm aus, stimmt's?", fragte Marie vorsichtig nach einem Augenblick, während das Wasser lief. Sie taute langsam wieder auf, ihr Zittern hatte etwas nachgelassen. Das heiße Wasser tat ihr wohl gut.

"Mhm. Ziemlich." Lena konnte ein kichern nicht unterdrücken. "Du müsstest dich mal sehen. Du schaust aus wie eines dieser Katastrophenopfer, die man immer in den Nachrichten sieht."

"Gott jetzt bin ich neugierig. Magst du ein Foto machen?"

Lena zückte ihr Telefon. Sie hatte kein Netz, dafür aber ein paar Nachrichten von Solveig, die sie noch oben am Wasserfall erhalten hatte. Aber das konnte warten. Schnell machte sie ein Foto während Marie versuchte albern mit ihrem Arm eine Pose einzunehmen, und diese bekam prompt die Quittung. "Ahh! Aua! Nein. Nein, dann doch lieber einfach nur so..." Sie zuckte zusammen, als sie das Bild sah und fuhr mit einer Hand über ihr Gesicht.

"Meine Güte, ich sehe ja wirklich genau so scheiße aus wie ich mich fühle."

"Ach nein, scheiße würde ich nicht sagen. Eher...lädiert."

"Sei ehrlich, würdest du so mit mir nach draußen gehen?" Lena setzte sich auf den Rand der Badewanne. Sie wollte Marie nicht so anstarren, konnte den Blick aber auch nicht von ihr nehmen. Sie hatte nicht nur an ihren Beinen und Armen Verletzungen, auch ihr Oberkörper war voll mit blauen Flecken und roten Stellen, sogar ihre Brüste hatten Quetschungen erlitten, und an ihrem Schenkel sah sie einen weiteren bösen Kratzer, als sie sich etwas bewegte und die Beine öffnete. Er zog sich von der Mitte ihres rechten Oberschenkels bis zu ihrem Schambein. Aber es tat ihrer Schönheit keinen Abbruch, wie Lena fand. 'Wie macht sie das nur? Sie sieht aus als hätte ich sie aus einem Bombenkrater gezogen und sie ist immer noch so verdammt hübsch.' Wäre Marie nicht so verletzt, hätte es beinahe etwas erotisches, wie sie sich in der Wanne räkelte.

"Ist dir nicht eigentlich auch total kalt?", fragte Marie nach einem Augenblick, ihre Stimme sanft wie das Plätschern des Wassers in der Badewanne. "Komm, ich versuch etwas hochzurutschen, dann kannst du dich zu mir setzten. Du bist ja auch nass bis auf die Unterwäsche. Nicht, dass du noch ne Blasenentzündung bekommst oder so." Aber Lena winkte ab. Bei der kleinen Wanne müsste sie sich schon fast auf sie setzten, und das wollte sie nicht. Einmal um Marie nicht noch mehr Schmerzen zuzufügen, aber auch aus anderen Gründen. Die Gedanken, die bei dieser Vorstellung in ihr aufkamen, hatten hier jetzt keinen Platz. Schnell schob sie sie bei Seite.

"Nein es geht schon", lächelte sie müde, streifte aber dennoch ihre nasse Wäsche ab. Bei dem Punkt mit der Blasenentzündung hatte Marie wohl recht. Und vom Wasser und mit der geschlossenen Tür war es im Bad doch einigermaßen warm mittlerweile. Sie setzte sich wieder zu ihrer Freundin. "Aber vielleicht sollten wir deine Wunden säubern." Marie nickte zaghaft, als Lena zu einem Waschlappen griff und ihn ins Wasser tauchte.

"Sei vorsichtig, ja?"

Zögerlich begann Lena mit dem Lappen den Dreck aus Maries Wunden zu wischen. Das dauerte etwas, denn es waren viele und sie hatte auch auf dem Rücken ein paar, aber die meisten waren nicht tief und sollten schon morgen wieder verheilt sein. Der Schnitt an ihrem Arm allerdings bereitete ihr schon etwas mehr Sorgen, genau wie der an ihrem Oberschenkel. Das musste mindestens verbunden werden. Sie legte den rechten Arm ihrer Freundin auf den Rand der Badewanne und wischte den Schmutz und das Blut herunter. Dann reinigte sie den Schnitt. Angestrengt biss Marie die Zähne zusammen und wimmerte bei der Berührung, versuchte nicht laut aufzuschreien.

"Tut mir leid, aber da musst du jetzt durch." Im Spiegelschrank über dem Waschbecken fand Lena noch etwas Desinfektion und Verbandszeug, um die Wunde zu verbinden. Am Ende war Maries Arm vom Handgelenk bis über den Ellenbogen eingewickelt, der Schnitt mit Wattepads abgedeckt.

"Lass den Arm auf dem Rand liegen, damit er nicht nass wird, okay?" Lena stand auf und strich ihrer Freundin einmal sanft über die Schulter. "Ich schau mal ob ich den Ofen anbekomme. Wärm du dich hier weiter auf." Sie wickelte sich so gut sie konnte in das Tischtuch ein, und trat in den kühlen Wohnraum. Nach etwas suchen entdeckte sie einen Korb mit Feuerholz neben dem Ofen. Dieser war tatsächlich mehr ein Herd. So ein Holzbefeuertes Ding, auf dem man kochen konnte, bestimmt schon über 100 Jahre alt. Mit zitternden Händen öffnete sie eine Klappe und schichtete das Holz dahinter. Ihre Eltern hatten auch einen Kamin zu Hause, also wusste sie was sie zu tun hatte. Zu guter Letzt fummelte die das Feuerzeug aus Maries Hosentasche heraus, um das Holz anzuzünden. Tatsächlich hatte es den Sturz unbeschadet überlebt. Ein Hoch auf die robusten BiC-Teile.


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u/Ok_Chapter4315 — 10 days ago