u/blackp0l

▲ 13 r/drogen

Kann man dazu bestimmt sein Drogen zu nehmen und immer mehr zu eskalieren?

Ich weiß gerade nicht, was ich machen soll, der Text ist auch viel zu lang es tut mir so leid. Ich hab in der Klinik wo ich bin zwar Psychologen aber die wissen auch nicht alles und ich hab mich ganz schön selbst belogen was meine Sucht angeht und das unter anderem deshalb nie so angesprochen.

Ich bin seit einem Monat in eine Klinik weil es mir extrem schlecht ging, die wissen nichts von meinem Drogenkonsum (nur von ab und zu kiffen und trinken).

Ich hab aber kurz vor Klinikantritt angefangen Benzos und Heroin zu nehmen was ein riesen Fehler war. Hab mir selbst eingeredet dass ich ja eh zur Klinik gehe, dann also clean sein werde, also ist es ja egal weil ich nicht abhängig werden kann. Ich kenn mich mit Sucht echt gut aus aber belügen kann ich mich selbst am besten.

Meine Zwangsgedanken waren echt schlimm auch Suizidgedanken. Ich dachte die Gedanken kommen vom Kiffen, ich glaub aber dass die damals durch mein Kratom Abdosieren wieder schlimmer wurden und weil es mir wirklich generell nicht gut ging. Kiffen tut mir aber auch echt nicht gut, Schattenmenschen und so, meine Familie ist auch vorbelastet. Meine Mutter ist psychisch krank, war drogensüchtig und ist anfällig für Psychosen. Als ich klein war hab ich sie nach einem Suizidversuch gefunden. Davon träume ich manchmal noch.

Durch die Klinik hab ich endlich meine ADHS Diagnose und bekomme jetzt auch Elvanse, wobei wir da noch die Dosierung abstimmen müssen. Durch das Elvanse wurden unter anderem meine Frustrationstoleranz und meine Zwangsgedanken besser, zeitweise auch mein Suchtdruck. Jetzt wo ich aber damit rechne bald entlassen zu werden, merk ich dass der richtig stark wird. Ich hatte schon vor ich glaube 7 Monaten eine Phase wo ich mich sehr intensiv mit IV Konsum auseinandergesetzt habe. In der Zeit habe ich wegen einem Kontakt ghb und meth genommen, selten, aber meine Grenzen haben sich dadurch verschoben. Auf ghb hab ich viel dummes gemacht. Dann kam zunehmend Mischkonsum, ich hab damit gerechnet dass ich sterbe, richtig leben wollte ich eh nicht. Ich wollte einfach immer mein Gehirn abstellen und dann hat das noch irgendwas anderes in mir beruhigt.

Dazu kam dass meine Ex verstorben war, das ist schon länger her aber die Gefühle dazu hatte ich alle weggeschoben weil ich danach quer durch Deutschland bin und im grunde obdachlos war. Die kamen dann aber alle hoch, jetzt nach den Therapien noch schlimmer. Auch meine Selbstvorwürfe und Schuldgefühle weil sie sich suizidiert hat. Ich war deshalb auch nicht bei ihrer Beerdigung. Ich hab auch viel Gewalt als Kind erlebt und dachte es ist meine Schuld. Ich dachte immer es ist wegen mir, dass sich meine Eltern streiten, dass meine Mutter sterben will, dass meine Schwester wie meine Mutter wird und dass meine Ex gestorben ist. Ich weiß es stimmt nicht aber es fühlt sich so an.

TLDR

Aber zur Frage im Titel:

Ich glaub dass das vorprogrammiert ist. Irgendwie bestimmt durch meine Familiengeschichte und die Dinge die passiert sind. Immer Schuldgefühle tun auch nicht gut, meine Psyche ist komplett kaputt ich glaub auch nicht, dass das durch Therapie je weggehen wird. Elvanse hilft aber nicht genug ich glaube weil ich irgendwas in mir habe was immer mehr will bis ich sterbe. Selbst wenn es mir wegen Drogen schlecht geht, gefällt mir das in dem Moment.

Ich glaube, dass ich vielleicht sogar bald anfange mit iv. Ich weiß selbst nicht warum. Vor 7 Monaten hab ich schon versucht das abzuwenden, und davor war der Gedanke auch schon da. Ich will das seit Jahren machen und verstehe nicht wieso oder wie ich das vergessen kann. Immer nur zu warten bringt ja nichts. Ich denke auch weil ich jetzt öfter Heroin genommen habe (blechen und nasal) und eh weiß wie "gut" mir Opioide tun. Ich muss eigentlich aus den Drogenkreisen raus aber das klappt nicht. Ich bin dafür weit weggezogen und war dann doch wieder drinne weil mich das immer wieder zurückzieht. Selbst wenn ich sehe wie schlimm und irgendwo auch abstoßend Konsum bzw alle Nebenwirkungen sind, ich komm davon nicht los.

In der Klinik ist irgendwie zu viel hoch gekommen und nichts davon bearbeitet. Das wird noch Jahre dauern aber ich glaube nicht, dass ich das durchhalte. Irgendwie denke ich, dass iv oder boofen ja auch nicht so schlimm sein kann. Keine Ahnung ob das Selbstbetrug ist. Ich seh mich aber nicht in einem normalen Leben.

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u/blackp0l — 3 days ago