Nur kurz nach dem Rechten sehen
Nur kurz nach dem Rechten sehen
Vollkommen zufrieden fuhr ich an diesem Freitagnachmittag den Computer herunter und läutete dank meiner angesammelten Überstunden den Feierabend ein paar Stunden früher ein.
Zwei E-Mails waren kurz zuvor noch eingegangen. Ich überflog beide, stellte fest, dass weder die Firma brannte noch jemand unmittelbar meine Hilfe benötigte, und stufte ihre Dringlichkeit entsprechend niedrig ein.
Ganz nach dem Motto - Nach mir die Sintflut.
Als ich zum Bürofenster blickte, musste ich jedoch feststellen, dass diese offenbar bereits begonnen hatte.
Dicke Regentropfen liefen in schmalen Bahnen über das Glas und zogen die Außenwelt in langen, verschwommenen Streifen nach unten.
Noch am Morgen hatte die Sonne so entschieden durch das Fenster geschienen, dass ich die Jalousien schließen musste. Nun hatte sich der Himmel innerhalb weniger Minuten in eine gleichmäßig graue Fläche verwandelt. Draußen hasteten Menschen in kurzen Hosen, Sommerkleidern und Tanktops über die Gehwege. Einige versuchten sich unter den schmalen Vorsprüngen der Häuser entlangzubewegen. Andere hatten sich offenbar mit ihrem Schicksal abgefunden und gingen einfach weiter.
Eine Frau presste ihre Handtasche über den Kopf und rannte völlig durchnässt zur gegenüberliegenden Bushaltestelle.
„Regen war für heute gar nicht angesagt“, murmelte ich.
Mein Handy lag neben der Tastatur. Ich entsperrte es und öffnete die Wetter-App.
Sonnig
Vierundzwanzig Grad
Niederschlagswahrscheinlichkeit: zehn Prozent
Ich sah noch einmal nach draußen. Der Regen prasselte inzwischen so heftig gegen die Scheibe, dass die gegenüberliegenden Häuser kaum noch zu erkennen waren.
„Sind ganz schön starke zehn Prozent“, dachte ich mir.
Ich schob den Bürostuhl zurück, streckte die Beine aus und genoss für einen kurzen Moment das seltene Gefühl nichts mehr tun zu müssen. Kein Meeting wartete auf mich. Niemand würde in den nächsten fünf Minuten eine Nachricht mit dem Wort dringend schicken und damit etwas meinen, das bereits seit drei Wochen bekannt war. Der restliche Nachmittag gehörte mir.
Na ja, zumindest fast.
Ich warf mir eine dünne Jacke über, die gegen diesen Weltuntergang absolut keine Chance haben würde, und verließ mein Büro.
Ein paar Minuten später stand ich im Hausflur unserer Mietshauses und steuerte auf die Briefkästen zu, die draußen an der Außenwand neben der Gegensprechanlage angebracht waren. Als ich die Tür öffnete wusste ich nur Eines: Die zehn Schritte bis zu meinem Auto hätten ausgereicht, um meine Haare flach an die Stirn zu kleben.
Mit der freien Hand strich ich mir übers Gesicht und fischte zuerst meine eigene Post aus dem Kasten - nur ein paar Flyer.
Dann steckte ich den zweiten, deutlich schwereren Schlüssel in das Schloss daneben.
Wohnung 3B. Elena Brandt.
Mich begrüßten drei Werbeprospekte, eine Postkarte ohne Absender und ein weißer Umschlag, auf dem in roten Buchstaben DISKRET stand.
Ich nahm alles heraus, klemmte mir die Briefe unter den Arm und drückte die kleine Metallklappe wieder zu.
Zurück im Flur hielt ich den Schlüsselbund für einen Moment unschlüssig zwischen den Fingern, während mein Blick an dem kleinen smaragdgrünen Anhänger hängenblieb.
Dass dieser ausgerechnet in meinem Besitz gewesen ist, war noch vor wenigen Wochen völlig undenkbar gewesen. Wir waren Nachbarn, die sich im Flur höflich grüßten.
Hin und wieder nahm ich ein Paket für sie an. Es waren flüchtige Begegnungen, bei denen man die Attraktivität des anderen abwog, ohne es sich anmerken zu lassen. Sie war ein paar Jahre älter als ich, trug immer makellose Business-Kostüme und verließ das Haus morgens mit einer Aura, die absolut keinen Raum für lockeren Smalltalk ließ. Ihr Duft hatte immer einen Hauch ihres teuren, leicht herben Parfums. Luxuriös, distanziert und verdammt anziehend. Genau wie sie.
Elena war keine Frau für süße, unschuldige Blicke. Sie war eine Naturgewalt. Wenn sie in ihren mörderisch hohen Absätzen an mir vorbeilief, spannte sich der Stoff ihrer engen Röcke über perfekt geformten, runden Hüften. Der hautenge Stoff betonte jede einzelne Faser ihres prallen, perfekt gerundeten Arsches, der sich bei jeder Bewegung so unverschämt sexy bewegte, dass man gar nicht anders konnte, als hinzusehen. Es war die Art von Hintern, die man beim Sex packen, fest kneten und an den man sich pressen wollte. Sie wusste ganz genau, wie die Männer ihr hinterhersahen.
Unter den feinen Stoffen ihrer Blusen zeichnete sich stets die Form ihrer vollen, festen Brüste ab und an kühlen Morgen im Treppenhaus konnte man durch die dünne Seide hindurch die harten Konturen ihrer Brustwarzen erahnen. Ein Anblick, der mir mehr als einmal die Kehle trocken werden ließ.
Ihr Gesicht hatte etwas Raubtierhaftes: hohe Wangenknochen, ein makelloser Teint und volle, leicht geschwungene Lippen, die meistens in einem tiefen Dunkelrot geschminkt waren. Wenn sie mich mit ihren dunkelbraunen Augen ansah, strich sie sich manchmal betont langsam eine dunkle Strähne hinter das Ohr, wodurch ihr schlanker, makelloser Hals frei lag. Es war genau diese Mischung aus kühler Eleganz und einer fast schon sündigen, heißen Ausstrahlung, die mich jede Nacht von ihr träumen ließ. Sie wirkte wie eine Frau, die im Bett keine Gefangenen machte. Eine, die es genoss Männer schwach werden zu sehen.
Vor drei Wochen hatte der Paketbote einen Karton gebracht, der aussah, als befände sich darin ein mittelgroßer Kühlschrank. Stattdessen war es ein edler Designer-Schreibtisch aus Massivholz. Zumindest behauptete die Verpackung das. In Wirklichkeit enthielt sie vierzehn Bretter, zweiunddreißig Schrauben, eine Tüte mit Holzdübeln und eine Anleitung, die offenbar von jemandem gezeichnet worden war, der Möbel nur aus Erzählungen kannte. Elena hatte ihn am Abend allein nach oben tragen wollen. Ich hatte ihr ungefähr zehn Sekunden dabei zugesehen. Danach nahm ich ihr das untere Ende ab.
„Ich schaffe das“, hatte sie protestiert.
„Das sehe ich.“
„Das klang nicht überzeugend.“
„Du stehst seit einer halben Minute auf derselben Stufe.“
Sie hatte kurz die Lippen zusammengepresst, dann aber losgelassen.
Ich hatte nicht lange gefackelt, das Ding gepackt und die drei Stockwerke hochgeschleppt. Elena saß im Schneidersitz auf dem Wohnzimmerboden, sortierte Schrauben nach Größe und las die Anleitung mit wachsender Abneigung. Ich versuchte währenddessen herauszufinden, warum zwei Bretter identisch aussahen, aber nur eines von ihnen an der richtigen Stelle passte.
„Du hältst es falsch herum“, hatte sie irgendwann gesagt.
„Das Brett oder die Anleitung?“
„Dein gesamtes Leben, wenn ich mir das gerade so ansehe.“
Später tranken wir in ihrer Küche Kaffee aus zwei verschiedenen Tassen. Ihre war schwarz und schlicht. Meine zeigte eine gezeichnete Gans mit einem Messer im Schnabel - peace was never an option
Dort, hinter geschlossenen Türen, hatte sich diese kühle, unnahbare Fassade zum ersten Mal in Luft aufgelöst. Wir hatten fast zwei Stunden geredet. Das Gespräch war tief gewesen, die Blicke fast schon provokant lang. Passiert war an dem Abend zwar nichts, aber danach war etwas zwischen uns geblieben. Nichts Eindeutiges. Kein Flirt, den man hätte zitieren können. Nur eine andere Art, sich im Treppenhaus zu begegnen. Ihre Blicke hielten ein wenig länger. Manchmal blieb sie stehen, obwohl keiner von uns etwas Wichtiges zu sagen hatte. Und wenn sie sprach, wanderte ihre Hand wie von selbst an ihren Ausschnitt, um die Kette an ihrem Hals nervös zwischen den Fingern zu drehen, während ihr Blick auf meinen Lippen lag.
Deshalb hatte sie wohl auch keinem anderen im Haus den Schlüssel anvertraut, als sie am vergangenen Montag verreisen musste. Ich wusste trotzdem kaum etwas über sie.
Sie arbeitete irgendwo im Bereich Marketing. Sie trank ihren Kaffee schwarz. Sie mochte alte Filme, hasste Rosinen und besaß einen Kater, dessen Gesicht aussah, als würde ihn die gesamte Gegenwart anwidern.
Das war offenbar genug, um mir ihre Wohnung anzuvertrauen.
Am Montag gab sie mir einen kurzen Crashkurs zwischen Tür und Angel.
„Futter, Wasser, Katzenklo“, zählte sie auf. „Die Post legst du einfach auf die Kommode. Und die Pflanzen nur gießen, wenn die Erde trocken ist.“
„Alle?“
Elena sah mich einen Moment schweigend an, als würde ich Pflanzen nur aus Filmen kennen.
„Nein. Die große am Fenster höchstens einmal. Die in der Küche gar nicht, die erholt sich noch von meiner Mutter.“
Sie reichte mir einen zusammengefalteten Zettel.
„Ich habe alles aufgeschrieben.“
„Natürlich hast du das.“
Ihre Augenbraue wanderte nach oben. „Was soll das heißen?“
„Nichts. Du wirkst nur wie jemand, der für seinen Kater einen Ablaufplan erstellt.“
„James mag Strukturen“, entgegnete sie trocken.
„James wirft mir jedes Mal einen Blick zu, als hätte ich seine Familie enteignet.“
„Das ist bei ihm Zuneigung, Alex.“
Sie lächelte dabei. Nur leicht, aber ihre Lippen blieben lange genug geöffnet, dass ich wieder an den Abend in ihrer Küche denken musste. An die Hitze im Raum und die Blicke, die sich viel zu tief ineinander verfangen hatten.
Kurz bevor sie ging zeigte sie noch einmal auf den Zettel in meiner Hand.
„Lies den wirklich.“
„Ich kann lesen.“
„Das war nicht meine Sorge.“
Dann hatte sie den Griff ihres Koffers ausgezogen und die Haustür geöffnet.
„Ach, und das Schlafzimmer jeden Tag lüften.“
Ich warf einen Blick auf die Liste.
James morgens und abends füttern (Das teure Nassfutter steht im Schrank ganz links)
Pflanzen gießen, außer die Monstera im Wohnzimmer (sie zickt schnell)
Briefkasten leeren
Schlafzimmerfenster täglich für zehn Minuten lüften. Aber mach danach die Tür sofort wieder zu und bleib nicht unnötig darin. James zerkratzt die Tapete, sobald er dort unbeaufsichtigt ist.
„Nicht unnötig darin bleiben?“, hatte ich vorgelesen.
Elena blieb stehen und blickte mir über die Schulter hinweg direkt in die Augen.
„Du weißt, wie das gemeint ist.“
„Noch nicht. Aber die Formulierung gibt mir Anlass zur Sorge.“
„Fenster auf. Zehn Minuten warten. Fenster zu. Tür schließen.“
„Und dabei keine persönlichen Bindungen zu deiner Tapete aufbauen“, fügte ich sarkastisch hinzu.
„Genau.“
Sie hatte den Kopf geschüttelt, aber gelächelt. Dann verschwand sie. Seitdem hatte ich jeden Tag ihre Wohnung betreten.
Ich schmunzelte, als ich vor der mattschwarzen Tür der Wohnung 3B ankam. Das Schlafzimmer hatte mich die ganze Woche über verfolgt.
Psychologie für Anfänger: Sag einem Mann, er soll einen Raum nicht betreten, und er denkt an nichts anderes mehr.
Oder anders gesagt - DENKEN SIE JETZT BITTE BLOß NICHT AN EINEN ELEFANTEN!
An jedem Tag war ich eisern geblieben. Hatte nur die Klinke gedrückt, das Fenster gekippt und war rückwärts wieder raus. Und genau das nahm ich mir auch heute vor.
Ich öffnete die Tür und am anderen Ende des Flurs blickten mich sofort zwei bernsteinfarbene Augen an. Eine Britisch Kurzhaar. Fett, aschgrau, gelassen und die personifizierte Unsympathie. James sah auch einfach aus wie ein James. Ein anderer Name wäre unglaubwürdig gewesen. James war kein Haustier, er war ein pelziger Richter.
Die gesamte Woche über folgte mir dieser graue Schatten auf Schritt und Tritt. Wenn ich die Pflanzen kontrollierte, thronte er auf dem Sofa und sah aus, als dokumentiere er meine Fehler für einen späteren Bericht. Beim Auffüllen des Futters fixierte er mich jedes Mal, als würde er vermuten, dass ich ihn vergiften wollte.
„Anstrengender Tag?“
Seine Augen folgten mir.
„Du weißt nicht mal, welcher Wochentag ist.“
Ein Ohr zuckte.
Ich kontrollierte die Pflanzen, ging in die Küche, füllte seinen Napf, wechselte das Wasser, öffnete das Schlafzimmerfenster und nahm danach Elenas Liste aus der Hosentasche. Eigentlich brauchte ich sie nicht mehr. Trotzdem trug ich sie seit Montag jedes Mal bei mir, als müsste ich damit rechnen, von James unangekündigt geprüft zu werden.
Danach betrat ich erneut das Schlafzimmer.
Der Raum war abgedunkelt, die Luft kühl und das Boxspringbett ordentlich gemacht. Ich wollte gerade zum Fenster gehen, um es komplett zu schließen, als James lautlos an meinen Beinen vorbeischlüpfte. Er steuerte direkt auf die Schattenseite des Betts zu und quetschte seinen massiven Körper in den schmalen Spalt neben dem Nachttischschrank. Als er die Pfote hob, um die Krallen ins Polster zu schlagen, machte ich einen hastigen Ausfallschritt nach vorn. Dabei überschätzte ich die schwere Decke, die bis zum Boden hing. Mein Fuß verfing sich im Stoff. Ich verlor das Gleichgewicht, stolperte vorwärts und versuchte instinktiv, mich an der Kante des Nachttischschranks abzustützen. Ich riss den Schrank im Fallen komplett mit um. Er kippte zur Seite, schlug hart auf dem Parkett auf und die Schublade knallte mit solcher Wucht heraus, dass ihr Inhalt sich über dem Boden verteilte.
Ich landete auf den Knien und starrte auf das Chaos. Direkt vor meinen Händen lag der Inhalt ihrer Intimsphäre verstreut auf dem nackten Parkett. Zwei Vibratoren - einer schmal und dunkelviolett, der andere größer, aus schwarzem Silikon und in einer Form, bei der wenig Interpretationsspielraum blieb. Es war nichts Verbotenes, nichts wirklich Überraschendes. Elena war schließlich eine erwachsene Frau.
Mittendrin lag ein Tablet, welches bläulich aufleuchtete. Ich hätte den Schrank einfach aufstellen sollen. Stattdessen griff ich nach dem Tablet, um zu sehen, ob das Glas den Sturz überlebt hat.
Ich musterte das Rechteck von allen Seiten und fand keine auffälligen Schäden vor. Als ich den Bildschirm in Augenschein nahm konnte ich auch auf dem Glas keinen Kratzer entdecken, aber stattdessen eine Benachrichtigung.
Upload abgeschlossen
FREITAG_NACHT_ROH_FINAL_04
Die Neugier war in diesem Moment einfach zu groß und die Benachrichtigung wirkte wie eine verbotene Verlockung, der ich unmöglich widerstehen konnte. Das Display verlangte keinen Code. Eine Videogalerie öffnete sich. Die Vorschaubilder waren klein, aber nicht klein genug. Auf dem ersten erkannte ich Elenas Schlafzimmer. Dasselbe Bett. Dieselben Vorhänge. Elena kniete auf der Matratze. Sie trug ein enges, schwarzes Oberteil, das knapp über ihre Hüften reichte. Ihr Gesicht war nicht vollständig zu sehen, nur ihr leicht geöffneter Mund, an dessen Mundwinkel ein verräterischer Tropfen Speichel glänzte. Auf dem nächsten Vorschaubild lag sie auf dem Rücken, die Beine weit angezogen und die Knie nach außen gebogen. In ihrer klatschnassen Pussy steckte der schmale, dunkelviolette Vibrator, während ihre freien Finger ihre harten, geschwollenen Brustwarzen kneteten.
Ich atmete langsam aus. In meiner Hose wurde es augenblicklich so verdammt eng, dass es schmerzte.
Die Galerie enthielt Dutzende Dateien. Manche trugen neutrale Namen. Datum, Uhrzeit, Nummerierung. Andere waren unmissverständlich.
BENUTZ_MICH_CLOSEUP
HÖR_NICHT_AUF_AUDIO
DIRTY_TALK_DEUTSCH_02
KONTROLL_VERLUST_FINAL
Ich hätte das Tablet sofort zurücklegen müssen. Stattdessen berührte mein Daumen, getrieben von meinem brennenden Verlangen, eine der Dateien.
Das Video begann ohne Ton. Elena stand vor dem Bett und sah direkt in die Kamera. Ihr Haar war zu einem lockeren Zopf gebunden. Sie trug nur ein weißes Hemd, durch dessen dünnen Stoff man die dunklen Höfe ihrer Brüste schimmern sah. Dann erschien der Ton. Ihre Stimme war leise, aber glasklar.
„Du bleibst genau dort.“
Ich erstarrte. Es war nicht die Elena aus dem Treppenhaus. Ihre Stimme war tiefer. Ruhiger. Absolut kontrolliert. Sie öffnete langsam den ersten Knopf des Hemdes, sodass ihre pralle Brust ansatzweise freigelegt wurde.
„Du siehst zu, bis ich dir etwas anderes sage. Und du fasst dich jetzt an. Los.“
Ich stoppte das Video mit zitternden Fingern. Mein Herz schlug so hart gegen meine Rippen, als hätte mich jemand auf frischer Tat ertappt. Doch niemand war da. Nur James. Er saß völlig gelassen im Türrahmen und blickte mich an. Auf dem Display blieb Elena eingefroren. Ihre Finger lagen am zweiten Knopf, ihr gieriger Blick direkt auf die Kamera gerichtet. Direkt auf mich. Ich konnte nicht anders. Meine Hand glitt wie von selbst zu meinem Hosenstall, öffnete den Knopf und befreite meinen steif pulsierenden Schwanz.
Allein der kühle Luftzug auf der erhitzten Haut ließ mich aufstöhnen. Während meine Hand meinen Ständer packte und ich die ersten gierigen Züge machte, wischte ich hektisch zurück zur Galerie. Dabei öffnete sich ein Ordner, den ich zuvor nicht bemerkt hatte.
Entwürfe - nicht hochladen
Darin lagen keine kurzen Clips. Die Dateien waren länger. Zwanzig Minuten. Dreißig. Manche fast eine Stunde. Ich spielte eines der Videos ab und überflog ungeduldig die Datei bis zu einer Szene in der sich Elena mit dem schwarzen Vibrator fickte. Meine Augen klebten an dem Bildschirm. Immer wieder stieß sie sich das schwarze Silikon in ihre schmatzende, nasse Pussy. Schneller. Lauter. Härter. „Ooh Gott, fühlt sich das gut an. Stell dir vor dein Schwanz würde mich so ficken."
Neben Videos gab es Textdokumente, Sprachaufnahmen und Screenshots von Nachrichten. Auf einem davon war ein Chatverlauf zu sehen. Die Nachrichten waren so direkt und pervers, dass ich zunächst glaubte mich verlesen zu haben.
Es ging um härteste Befehle. Um totale Erniedrigung. Die User forderten Details, die mich schlucken ließen: Sie wollten sehen, wie sie sich das schwarze Silikonteil anal einführte, wie sie sich im Gesicht bespritzen ließ und welche dreckigen Wörter sie dabei stöhnen sollte. Es war so meilenweit von der kontrollierten Frau entfernt, die ich kannte, dass mein Verstand komplett aussetzte, während meine Hand an meinem Schwanz immer schneller und fester zupackte.
Dann sah ich Elenas Antworten. Nicht zurückhaltend. Nicht beschämt. Sie gab die Richtung vor. Korrigierte die Grammatik ihrer Sklaven, lehnte langweilige Wünsche ab und machte die Kerle mit perversen Gegenvorschlägen nur noch schärfer. Eine Nachricht bestand nur aus einem Satz.
Du darfst dir vorstellen, dass ich dir gehöre. Verwechsel das bloß nicht mit der Realität.
Ich las ihn zweimal, während ich mich fast um den Verstand wichste.
Danach öffnete ich unabsichtlich eine Audiodatei. Ein tiefes, feuchtes Einatmen erfüllte das schweigende Zimmer. Dann Elenas Stimme, extrem nah am Mikrofon, als würde sie ihre Zunge direkt in mein Ohr stecken.
„Sag mir, was du mit mir machen würdest, wenn du jetzt hier wärst. Würdest du mich packen? Würdest du mir wehtun, Patrick? Nimm mich in den Mund. Schluck meinen Saft.“
Ich drückte sofort auf Pause. Die pure Geilheit überkam mich. Wie besessen wichste ich mein steinhartes Glied.
Im selben Moment hörte ich hinter mir ein Geräusch. Nicht aus dem Tablet. Ein leises, unmissverständliches Knarren der Schlafzimmertür.
Die Wärme wich aus meinem Körper, gefolgt von einem brutalen Adrenalinschub. Ich drehte mich langsam um, den steifen Schwanz noch immer in der Hand.
Vor wenigen Sekunden war sie noch auf dem Bildschirm und in meinem Kopf verreist. Weit weg. Nicht greifbar. Doch jetzt stand sie plötzlich im Türrahmen.
Sie trug ein dunkelblaues Business-Kleid, doch die Haare waren leicht zerzaust. Sie hatte keine Tasche bei sich, keinen Koffer. Nichts. Ihre Augen fixierten mich. Sie glitten von meinem schweißnassen Gesicht hinunter zu meiner Hand, in der ich noch immer das leuchtende Tablet hielt und dann direkt zu meinem steifen Schwanz.
Ich wollte den Mund öffnen, um irgendeine jämmerliche Ausrede zu stammeln, aber meine Kehle brachte keinen Ton heraus. Elena tat etwas, das ich nicht erwartet hatte. Sie schrie nicht. Sie wurde nicht wütend. Sie schloss einfach nur die Tür hinter sich und schnitt uns endgültig von der Außenwelt ab.
„Du hast die wichtigste Regel gebrochen, Alex“, sagte sie leise. Ihre Stimme war exakt dieselbe wie auf der Tonspur, die ich gerade abgestellt hatte. Tief, kontrolliert, absolut herrschend. Sie machte einen langsamen Schritt auf das Bett zu. Das Klacken ihrer Absätze auf dem Parkett hämmerte in meinen Ohren wie ein Techno-Bass.
„I-ich wollte nur…“, brachte ich heraus, während mein Puls heftig gegen meine Halsschlagader schlug.
„Es interessiert mich nicht, was du wolltest“, unterbrach sie mich eiskalt. Sie stand jetzt direkt vor mir. Der Duft nach Sandelholz auf ihrer warmen Haut umhüllte mich so stark, dass sich mein Verstand komplett verabschiedete. Ihre Augen brannten sich in meine. „Du hast geschnüffelt. Du hast Dinge gesehen, die dir nicht gehören. Und du hast meine Audioaufnahmen gehört.“
Sie streckte die Hand aus. Ihre Finger waren kühl, als sie mir das Tablet ohne Widerstand aus den gelähmten Fingern nahm. Sie warf es achtlos aufs Bett.
„Weißt du, was wir mit Leuten machen, die sich nehmen, was ihnen nicht zusteht?“, raunte sie, trat noch ein Stück näher und zwang mich durch ihre bloße Präsenz, mich auf die Bettkante sinken zu lassen. Ich saß da, die Knie weich, während sie über mir stand.
Sie beugte sich langsam vor, bis ihr Gesicht nur noch Zentimeter von meinem entfernt war. Ihr Blick wanderte zu meinen Lippen, dann zurück zu meinen Augen. Ein gefährliches, wissendes Lächeln stahl sich auf ihren Mund.
„Gefällt dir, was du auf den Videos gesehen hast?“, flüsterte sie. Ihr Atem war heiß auf meiner Haut. „Macht es dich an, zu wissen, wie dreckig ich sein kann, Alex?“
Ich konnte nicht antworten. Mein Blick war wie magisch angezogen von dem tiefen Ausschnitt ihres Kleides, unter dem sich ihre Brust schnell und flach hob. Das Verlangen, sie einfach zu packen, das Kleid aufzureißen und sie hemmungslos zu ficken, war so überwältigend, dass ich die Hände in die Matratze krallen musste, um die Kontrolle nicht zu verlieren.
„Wie gerne würdest du mich jetzt ficken, Alex? Meinen Arsch packen, während ich dir ins Ohr stöhne? Mir tief in den Mund spritzen?“
Sie wartete meine Antwort nicht ab. Mit einer fließenden Bewegung griff sie nach dem Reißverschluss an ihrem Rücken. Das Geräusch, als das blaue Gewebe sich öffnete und der Stoff langsam von ihren Schultern glitt, war das Einzige, was in der Stille zu hören war. Das Kleid fiel zu Boden.Sie stand vor mir in nichts als schwarzer, hauchdünner Spitzenunterwäsche. Ihre Haut schimmerte im gedimmten Licht, die Kurven ihres Körpers waren perfekt. Und sie sah mich an wie ein Raubtier seine Beute.
Sie drückte mich mit beiden Händen an den Schultern flach auf das Bett zurück. Ich lag auf dem Rücken, während sie über mich stieg, sich rittlings auf meine Oberschenkel setzte und das schiere Gewicht ihres Körpers mich fast um den Verstand brachte. Ihre Finger wanderten langsam an meinem Bauch hinab und schlossen sich fest um meinen steifen Schwanz. Sie begann mich mit langsamen, unbarmherzig präzisen Zügen zu reiben. Ich schloss die Augen, den Orgasmus bereits auf der Zungenspitze, kurz davor, unkontrolliert in ihrer Hand zu explodieren. Sie beugte sich hinunter, ihre Lippen streiften mein Ohr.
„Wag es ja nicht zu kommen“, flüsterte sie.
Ihre Hand stoppte abrupt und schob den dünnen Stoff ihrer Unterwäsche beiseite. Sie senkte ihr Becken und drückte sich hauchzart gegen meinen pulsierenden Schwanz.
Ich stöhnte auf, als ihre feuchten Schamlippen über meine Eichel glitten. Immer wieder rieb sie mein pochendes Glied. Auf und ab. Ich spürte wie ihre Nässe meinen Schaft hinunter lief. Ich wollte meine Hüften instinktiv anheben, um tiefer in sie einzudringen, doch sie hielt mich mit ihren Händen auf meinen Schultern am Boden. Das rhythmische, feuchte Gleiten ihrer Vulva trieb mich in Sekundenschnelle an den absoluten Abgrund.
Ihre Lippen fanden meinen Hals, bissen leicht zu, während ihre Hand mich umfasste. Die Geilheit schoss mir wie pures Gift in die Adern.
Es war intensiv, überwältigend - aber als sie sich leicht zurücklehnte, um mich mit diesem arroganten, herrschenden Lächeln von oben herab anzusehen, knallte in meinem Kopf eine Sicherung durch.
Ich wollte mich nicht kontrollieren lassen. Nicht von der Frau, deren schmutzigste Geheimnisse ich gerade auf einem Tablet seziert hatte. Ich war kein Statist in ihrem Skript.
Bevor sie realisieren konnte, was geschah, schossen meine Hände nach oben. Ich packte ihre Hüften mit einem Griff, der keinen Widerspruch duldete.
Elenas Augen weiteten sich vor Überraschung, ein leises Keuchen entwich ihrem Mund. „Alex, ich habe gesagt, du...“, setzte sie an, doch ich ließ sie nicht ausreden.
Mit einer einzigen, kraftvollen Bewegung drehte ich uns um. Ich nutzte ihr eigenes Übergewicht, drückte sie flach in die Kissen und begrub ihren Körper unter meinem. Meine Knie fixierten ihre Oberschenkel, meine Hände pressten ihre Handgelenke links und rechts neben ihrem Kopf in die Matratze. Jetzt war sie es, die zu mir aufsehen musste.
Ihr Atem ging flach und schnell, die kühle Maske war in Sekundenbruchteilen gewichen. In ihren Augen blitzte eine wilde Mischung aus Empörung und blanker, unzensierter Erregung auf.
„Wir spielen nicht nach deinen Regeln, Elena“, raunte ich, mein Gesicht so dicht an ihrem, dass meine Lippen ihre Haut streiften. „Du wolltest wissen, was ich mit dir machen würde? Ich zeige es dir.“
Ich ließ ihre Handgelenke los, packte den hauchdünnen Stoff ihres schwarzen BHs und riss ihn mit einem heftigen Ruck entzwei. Die Fetzen gaben ihre Titten frei, deren Spitzen sich bereits hart und verlangend aufrichteten. Elena stöhnte laut auf, warf den Kopf in den Nacken und bäumte sich gegen mich auf – nicht, um zu entkommen, sondern um den Druck zu erhöhen. Es gab kein langes Vorspiel mehr, kein Zögern. Die angestaute Spannung der gesamten Woche entlud sich in einer rauen, kompromisslosen Wucht.
Ich zog sie an den Hüften hoch, drückte ihre Beine weit auseinander und stieß mit einem einzigen, tiefen Stoß in sie hinein. Elena schrie auf, ein heiserer, ungefilterter Laut, der tief aus ihrer Kehle kam. Ihre Fingernägel vergruben sich augenblicklich im Laken und klammerten sich anschließend in meinem Rücken fest. Sie war eng, kochend heiß und klatschnass. Jede Bewegung war getrieben von einem wilden Verlangen. Das Bettgestell hämmerte in einem gnadenlosen Takt gegen die Wand. Ich nahm keine Rücksicht mehr auf ihre Dominanz - ich nahm mir einfach, was ich wollte. Ich stieß immer schneller, tiefer in sie hinein, spürte, wie ihre nasse Pussy sich krampfhaft um mich schloss.
Elena war völlig berauscht von dem Kontrollverlust. Ihre Augen waren glasig, ihr Mund stand offen, und sie wimmerte leise, während sie ihre Hüften meinen Stößen entgegenwarf.
„Oh jaaa, Fick mich härter, Alex… verdammt, mach mich fertig“, stöhnte sie atemlos, komplett gebrochen von der Intensität.
Ich packte sie fester, hob sie leicht an und trieb uns beide näher zum Orgasmus. Ein paar heftige Stöße noch, dann verkrampfte sie sich unter mir, zitterte am ganzen Körper und schrie meinen Namen in das Kissen, während sich mein eigener Höhepunkt mit einer Wucht in sie entlud.
Keuchend sackte ich auf sie. Unsere Haut war schweißnass, das Zimmer roch nach Sex und Sandelholz. Für ein paar Minuten lag ich einfach nur da und spürte das wilde Hämmern ihres Herzens unter meiner Brust. Elena strich mir mit zitternden Fingern durchs Haar. Das arrogante Lächeln war weg, ersetzt durch eine weiche Zufriedenheit.
„Du bist ein verdammter Mistkerl, Alex“, flüsterte sie erschöpft, aber mit einem glücklichen Unterton.
Ich schmunzelte, drückte ihr einen kurzen Kuss auf die Schläfe und wollte mich gerade von ihr rollen, um nach meiner Hose zu greifen. Doch genau in dem Moment fror jede Bewegung in meinem Körper ein.
Das vertraute, unmissverständliche Geräusch, wenn die Wohnungstür ins Schloss fällt. Und dann schwere, langsame Schritte, die zielstrebig den Flur entlangkamen. Direkt auf das Schlafzimmer zu.
Elena schreckte unter mir hoch, die Augen vor Entsetzen geweitet, alle Farbe wich aus ihrem Gesicht.„Oh mein Gott“, hauchte sie panisch und griff nach der Bettdecke, um sich zu verhüllen. „Er ist zu früh hier.“
Die Schritte stoppten direkt vor der Tür. Die Klinke begann sich langsam nach unten zu bewegen.
„Er?“