BDSM Kontakte in Deutschland – neue BDSM Community Germany - weitere Informationen im Text

Erst einmal einen lieben Dank an die Moderatoren dieses tollen Subreddits, dass sie es erlaubt haben, hier auf die neue deutschsprachige BDSM Community aufmerksam zu machen! 🖤

Leider ist es im letzten Jahr sehr still um die deutsche BDSM-Szene auf Reddit geworden, und ein großer Teil hat sich auf die internationalen Boards verschoben.

Um dem wieder ein bisschen entgegenzuwirken und auch eine deutschsprachige Anlaufstelle für Kinkster und Kink-Interessierte zu bieten, wurde die BDSM Community Germany eröffnet.

Neben dem Austausch über alle Themen rund um BDSM, Hilfestellungen für Anfänger, offenen Diskussionen und dem Teilen von Erfahrungen, erotischen Geschichten oder Fotografie, geht es natürlich auch darum, Kontakte zu knüpfen und Gleichgesinnte kennenzulernen.

Ganz egal, ob ihr gerade erst neugierig auf BDSM geworden seid und euch langsam ausprobieren möchtet, schon länger in der Szene unterwegs seid, einfach nach Gleichgesinnten sucht, gemeinsam auf Partys gehen oder euch zu Fesseltreffs verabreden möchtet oder ein eigenes Event veranstalten wollt … alle sind willkommen.

Schaut gerne vorbei, stellt euch vor, erzählt ein bisschen über euch oder erstellt direkt eine eigene Anzeige. 😊

r/BDSMCommunityGermany

Je mehr Menschen mitmachen, desto lebendiger wird die deutschsprachige BDSM-Community auf Reddit wieder.

reddit.com
u/SouISmith — 5 days ago

Kette oder Halsband- day collar - eternity collar - Ring der O - Erkennungsmerkmale BDSM

Das wohl bekannteste Erkennungsmerkmal unter BDSMler ist neben dem BDSM Emblem - Peitschenrad oder Triskelion - der „Ring der O“.
Er hat seinen Ursprung im Roman „Die Geschichte der O“ aus dem Jahr 1954 und wurde besonders durch die Verfilmung von 1975 bekannt.
Am häufigsten sieht man ihn an Halsbändern, wo er als Zeichen von Zugehörigkeit und Unterwerfung getragen wird.

Mittlerweile tragen viele ein solches Halsband aber auch aus modischen Gründen. Somit lässt sich nicht immer genau sagen, ob jemandem das Halsband angelegt wurde und es ein Zeichen ihrer Zugehörigkeit ist, oder ob es einfach ein schönes Accessoire ist.
So hat sich über die Zeit ein Spiel zwischen meiner sub und mir entwickelt. Immer wenn sie eine Frau mit Halsband sieht, fragt sie mich „Kette oder Halsband?“ Ein schönes Spiel, eine Auflösung bekommen wir aber in der Regel nicht. 😉

Natürlich trägt nicht jede devote Person ein Halsband – und schon gar nicht in der Öffentlichkeit. Viele nutzen stattdessen andere Symbole aus ganz unterschiedlichen Materialien – Dinge, die sie an ihre Dynamik erinnern und für sie eine besondere Bedeutung haben. Ringe, Armbänder oder Tattoos, um nur einige zu nennen.
Manche leben auch ganz ohne sie und tragen ihre Zugehörigkeit einfach im Herzen. Letztlich steht jedem frei, seine Neigung so zu leben, wie es sich richtig für ihn anfühlt. Allgemeingültige Regeln gibt es im BDSM nicht.

Tatsächlich ist das Halsband für viele subs aber weit mehr als nur ein Accessoire. Es kann eine ganz besondere Bedeutung haben.
Der Moment, in dem ihnen das Halsband zum ersten Mal angelegt wird und sie damit das Gefühl bekommen, offiziell zu jemandem zu gehören. Der Moment innerhalb einer Session, ab dem für sie klar wird, dass sie sich ab jetzt zu benehmen haben. Das Gefühl des Halsbandes um den Hals, das sie jederzeit an ihre Rolle und ihren Platz erinnert. Und nicht zuletzt der Stolz, den sie empfinden, wenn sie es tragen dürfen.

So trägt auch meine Sub ihr Halsband 24/7 und würde es niemals freiwillig ablegen. Es ist ein dezentes day collar, ihr „good girl collar“, das man kaum wahrnimmt. Sehr fein und unauffällig, aber dennoch immer präsent.
Nur bei härteren Play-Sessions und Bestrafungen bekommt sie zusätzlich ihr „böses Mädchen Halsband“ angelegt. Es ist schwerer, enger und vor allem lauter. Bei jeder Bewegung klimpert es und versetzt sie sofort in den richtigen Headspace.
Wenn sie es trägt, gelten für sie zusätzliche Regeln. Strengere Regeln. Und sie weiß, dass sie sich ab diesem Moment lieber noch ein kleines bisschen besser benehmen sollte, als sie es sowieso schon tut. 😏

Die Nutzung eines Halsbandes ist auch einer der ersten Tipps, den ich jemandem gebe, wenn er noch neu in der Thematik ist, es gerne ausprobieren würde, aber nicht so recht weiß, wie er den Einstieg finden soll.
Gerade am Anfang kann es sich ziemlich komisch anfühlen, seiner Partnerin plötzlich klare Ansagen zu machen oder sie auf eine Art zu behandeln, die so gar nicht zum gemeinsamen Alltag passt.
Genau da kann das Anlegen des Halsbandes ein schöner Startpunkt für eine Session sein.
Mit dem Halsband kommt ein klarer Rollenwechsel. Er weiß, dass sie den Umgang mit ihr einordnen kann und dass das, was jetzt passiert, von beiden Seiten so gewollt ist. Und sie weiß gleichzeitig, dass sie sich jetzt fallenlassen darf, keine Entscheidungen mehr treffen muss und einfach das tun kann, was von ihr verlangt wird.
Das kann beiden Seiten Sicherheit geben und schafft einen klaren Übergang vom Alltag in die Session.
Sobald das Halsband abgenommen wird, ist dieser Rahmen beendet. Beide begegnen sich wieder auf Augenhöhe und können in Ruhe darüber sprechen, was sie erlebt haben, was sich gut angefühlt hat und was sie vielleicht beim nächsten Mal anders machen möchten.

Welches Erkennungsmerkmal benutzt ihr?

u/SouISmith — 15 days ago
▲ 160 r/BDSMCommunityGermany+1 crossposts

Einen schönen Sonntag an alle Mitglieder der BDSM Community Germany

Vielen Dank für die zahlreichen Beitritte.
Die Community wächst jeden Tag ein bisschen mehr.

Der ein oder andere hält sich vielleicht noch etwas zurück, daher machen wir heute den Anfang und
sagen nochmal Hallo.
Habt Spaß miteinander, tobt euch aus, genießt es.

Wenn ihr Fragen an uns habt, schreibt uns gerne an. Aktuell sind wir hauptsächlich an weiteren D/s Pärchen und Singledamen interessiert.

Einen schönen Sonntag euch 🖤

u/SouISmith — 18 days ago

Was ist BDSM? Einsteiger Guide und Begrifflichkeiten

BDSM kann gerade am Anfang viele Fragen aufwerfen. Dieser Einsteigerguide gibt einen sachlichen Überblick über wichtige Begriffe, Grundlagen, Rollen, Dynamiken und Spielarten des BDSM. 😊

Wichtig: Es gibt nicht das eine BDSM und auch für viele Begriffe keine einheitliche Definition. Begriffe und Dynamiken können je nach Person, Szene und Beziehung unterschiedlich verstanden und gelebt werden. Der Guide erhebt deshalb keinen Anspruch auf Vollständigkeit.


Inhaltsverzeichnis

1. Was ist BDSM?

  • 1.1 Definition und Bedeutung

  • 1.2 Die Bestandteile des Begriffs BDSM

    • 1.2.1 BD – Bondage & Discipline
    • 1.2.2 D/s – Dominance & Submission
    • 1.2.3 SM – Sadism & Masochism

2. Grundbegriffe im BDSM

  • 2.1 Kink
  • 2.2 Fetisch
  • 2.3 Session / Szene
  • 2.4 Vanilla
  • 2.5 Play Partner / Spielpartner
  • 2.6 Power Exchange

3. Rollen im BDSM

  • 3.1 Dominant – Dom / Domme
  • 3.2 Submissive – Sub
  • 3.3 Top und Bottom
  • 3.4 Switch
  • 3.5 Master / Mistress
  • 3.6 Slave – Sklave / Sklavin
  • 3.7 Middle
  • 3.8 Brat
  • 3.9 Service Sub
  • 3.10 Little

4. Dynamiken und Beziehungsformen im BDSM

  • 4.1 D/s – Dominance & Submission
  • 4.2 M/s – Master/Mistress & Slave
  • 4.3 DDlg – Daddy Dom / Little Girl
  • 4.4 TPE – Total Power Exchange
  • 4.5 24/7 – Dauerhaft gelebte BDSM-Dynamik

5. Konsens, Kommunikation und Grenzen

  • 5.1 Consent – Zustimmung und Einvernehmen
  • 5.2 Negotiation – Absprache
  • 5.3 Hard Limits
  • 5.4 Soft Limits
  • 5.5 Safeword – Stoppwörter
  • 5.6 Safesignale – Nonverbale Kommunikation
  • 5.7 Check-ins
  • 5.8 Grenzen respektieren
  • 5.9 Vertrauen im Machtgefälle
  • 5.10 Red Flags
  • 5.11 Verantwortungsvoller Umgang

6. Sicherheit und Risikobewusstsein

  • 6.1 SSC – Safe, Sane and Consensual
  • 6.2 RACK – Risk-Aware Consensual Kink
  • 6.3 PRICK – Personal Responsibility, Informed, Consensual Kink
  • 6.4 Risiken bewusst einschätzen
  • 6.5 Praktische Sicherheit

7. Psychologische Zustände und Nachsorge

  • 7.1 Sub Space

  • 7.2 Dom Space

  • 7.3 Sub Drop

    • 7.3.1 Warum kann Sub Drop entstehen?
    • 7.3.2 Umgang mit Sub Drop
  • 7.4 Dom Drop

  • 7.5 Aftercare

  • 7.6 Debrief

8. Spielarten des BDSM

  • 8.1 Körperliche und sensorische Spielarten

    • 8.1.1 Bondage
    • 8.1.2 Rope Bondage / Shibari
    • 8.1.3 Impact Play
    • 8.1.4 Sensation Play
    • 8.1.5 Needle Play
  • 8.2 Macht- und psychologische Spielarten

    • 8.2.1 Praise Kink
    • 8.2.2 Humiliation Play
    • 8.2.3 Degradation
    • 8.2.4 Control Play
    • 8.2.5 Tease & Denial
    • 8.2.6 Fear Play
  • 8.3 Rollen- und Szenariospiele

    • 8.3.1 Role Play
    • 8.3.2 Pet Play
    • 8.3.3 Ageplay
    • 8.3.4 Medical Play
  • 8.4 Intensivere und risikoreichere Spielarten

    • 8.4.1 Edgeplay
    • 8.4.2 CNC – Consensual Non-Consent
    • 8.4.3 Tunnel Play

1. Was ist BDSM?

1.1 Definition und Bedeutung

BDSM ist ein Sammelbegriff für unterschiedliche Praktiken, Rollen, Dynamiken und Beziehungsformen, bei denen unter anderem Macht, Kontrolle, Hingabe, körperliche Empfindungen, psychologische Reize und Rollenspiele eine Rolle spielen können.

Für manche Menschen stehen körperliche Empfindungen oder sexuelle Erregung im Vordergrund, für andere beispielsweise:

  • Machtgefälle und Kontrolle
  • Vertrauen und Kontrollabgabe
  • psychologische Dynamik
  • Rituale und Strukturen
  • emotionale Nähe

BDSM kann sexuell, nicht-sexuell oder als Kombination aus beidem gelebt werden – von einzelnen Kinks und Sessions über zeitlich begrenzte D/s-Dynamiken bis hin zu langfristigen D/s- oder M/s-Beziehungen und dauerhaft gelebten Machtgefällen.

Nicht jede Person, die BDSM praktiziert, interessiert sich für dieselben Praktiken, Rollen oder Dynamiken. Unabhängig von der konkreten Ausprägung spielen Konsens, Kommunikation und der respektvolle Umgang mit den Grenzen aller Beteiligten eine zentrale Rolle.


1.2 Die Bestandteile des Begriffs BDSM

BDSM wird häufig als Zusammensetzung aus Bondage & Discipline, Dominance & Submission sowie Sadism & Masochism erklärt. Diese Einteilung ist eine verbreitete Begriffserklärung, aber kein vollständiges Modell für alles, was unter BDSM fällt.

  • BD – Bondage & Discipline
  • D/s – Dominance & Submission
  • SM – Sadism & Masochism

1.2.1 BD – Bondage & Discipline

Bondage bezeichnet die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Fesseln, Fixierungen oder andere Hilfsmittel. Neben der körperlichen Einschränkung können Kontrollabgabe, Vertrauen, Ausgeliefertsein, psychologische Wirkung, Ästhetik und Körperhaltung eine Rolle spielen.

Discipline beschreibt Regeln, Strukturen, Aufgaben oder Rituale innerhalb einer BDSM-Dynamik, beispielsweise:

  • Verhaltensregeln
  • festgelegte Abläufe
  • vereinbarte Aufgaben
  • Rituale und Strukturen
  • zuvor vereinbarte Konsequenzen

Discipline muss nicht mit Bestrafung gleichgesetzt werden, sondern kann vor allem dazu dienen, einer Dynamik Struktur zu geben.

1.2.2 D/s – Dominance & Submission

Dominance beschreibt die freiwillig übernommene führende Rolle innerhalb einer BDSM-Dynamik. Eine dominante Person kann beispielsweise Entscheidungen treffen, Anweisungen geben, Regeln festlegen und Verantwortung für eine Situation übernehmen.

Dominanz bedeutet nicht automatisch, im Alltag generell über eine andere Person zu bestimmen.

Submission beschreibt die freiwillige Hingabe oder Abgabe von Kontrolle. Eine submissive Person entscheidet sich bewusst dafür, sich führen zu lassen, Anweisungen zu befolgen oder eine bestimmte Rolle einzunehmen.

Submission bedeutet nicht, keine Kontrolle zu haben. Die Entscheidung darüber, wem man Kontrolle überlässt und unter welchen Bedingungen, liegt weiterhin bei der submissiven Person.

1.2.3 SM – Sadism & Masochism

Sadism bezeichnet im BDSM-Kontext die Freude daran, einer anderen Person intensive körperliche oder psychische Empfindungen zu bereiten. Schmerz kann dabei eine Rolle spielen, ebenso andere intensive Reize oder bewusst herbeigeführte emotionale Zustände.

Masochism bezeichnet die Freude an intensiven körperlichen oder psychischen Empfindungen. Schmerz kann wichtig sein, muss es aber nicht. Manche Menschen suchen bestimmte Schmerzreize, andere eher Intensität, Spannung, Kontrollabgabe oder die psychologische Wirkung.

Sadismus und Masochismus können miteinander verbunden sein, treten aber auch unabhängig voneinander auf.


2. Grundbegriffe im BDSM

2.1 Kink

Kink ist ein Sammelbegriff für sexuelle oder nicht-sexuelle Vorlieben, Praktiken und Fantasien, die außerhalb dessen liegen können, was eine Person als gewöhnlichen oder „vanilla“ Sex bzw. gewöhnliche Beziehungsgestaltung empfindet.

Ein Kink kann beispielsweise eine bestimmte Praktik, Rolle, Dynamik, Kleidung, Fantasie oder Form von Machtspiel sein.

2.2 Fetisch

Ein Fetisch bezeichnet eine starke sexuelle oder emotionale Fixierung auf bestimmte Gegenstände, Materialien, Körpermerkmale, Situationen oder Vorstellungen.

Beispiele sind bestimmte Materialien, Kleidungsstücke oder Körperbereiche.

Die Begriffe Kink und Fetisch werden im Alltag und auch in der Szene nicht immer streng voneinander getrennt.

2.3 Session / Szene

Eine Session oder Szene bezeichnet eine zeitlich begrenzte BDSM-Situation.

Sie kann beispielsweise eine einzelne Praktik, ein Rollenspiel, eine D/s-Szene oder eine Kombination verschiedener Elemente umfassen. Eine Session muss nicht sexuell sein und bedeutet nicht automatisch eine dauerhafte BDSM-Dynamik.

2.4 Vanilla

Vanilla bezeichnet Praktiken oder Beziehungen, die nicht als BDSM oder Kink eingeordnet werden. Der Begriff ist wertneutral gemeint.

2.5 Play Partner / Spielpartner

Nicht jede BDSM-Dynamik findet innerhalb einer romantischen oder festen Beziehung statt.

Ein Play Partner oder Spielpartner ist eine Person, mit der bestimmte BDSM-Erfahrungen oder Sessions geteilt werden. Die Verbindung kann auf gemeinsame Szenen und die vereinbarte Dynamik beschränkt sein oder darüber hinausgehen.

2.6 Power Exchange

Power Exchange bezeichnet die bewusste Übertragung von Macht, Kontrolle oder Entscheidungsgewalt innerhalb einer BDSM-Dynamik.

Eine Person gibt freiwillig einen Teil ihrer Kontrolle ab, während die andere diese Macht innerhalb der vereinbarten Grenzen übernimmt. Das kann von einer einzelnen Session über bestimmte Bereiche wie Regeln oder Entscheidungen bis zu einer weitreichenden Alltagsdynamik reichen.

Wie viel Macht abgegeben und übernommen wird, hängt von den jeweiligen Absprachen ab.


3. Rollen im BDSM

Rollen beschreiben die Position einer Person innerhalb einer BDSM-Dynamik. Sie sind nicht automatisch an Geschlecht, Persönlichkeit oder das Verhalten außerhalb der Dynamik gebunden.

3.1 Dominant – Dom / Domme

Ein Dom bzw. eine Domme übernimmt die dominante Position und führt die vereinbarte Dynamik.

Typisch können sein:

  • Führung und Entscheidungsgewalt
  • Vorgaben und Regeln
  • Kontrolle innerhalb vereinbarter Grenzen
  • Verantwortung für die Szene oder Dynamik
  • Führen und Lenken des Subs

Dominanz wird nicht einfach genommen, sondern innerhalb der Dynamik gegeben und angenommen.

3.2 Submissive – Sub

Eine Sub gibt innerhalb der vereinbarten Dynamik freiwillig Kontrolle oder Entscheidungsgewalt ab. Das kann Anweisungen, Regeln, Führung oder eine passive bzw. empfangende Rolle umfassen.

Eine Sub ist nicht automatisch passiv oder wehrlos. Auch Submission ist eine aktive Entscheidung innerhalb vereinbarter Grenzen.

3.3 Top und Bottom

Top und Bottom beschreiben vor allem die praktische Position innerhalb einer Szene:

  • Top: führt eine Handlung aus
  • Bottom: empfängt die Handlung

Das ist unabhängig von D/s. Ein Dom kann Bottom sein und eine Sub Top.

Beispielsweise kann ein Dom sich von seiner Sub fesseln und körperlich bespielen lassen und trotzdem der Dom bleiben. Umgekehrt kann eine Sub als Top eine Handlung an ihrem Dom ausführen und gleichzeitig submissiv bleiben.

3.4 Switch

Ein Switch kann sowohl eine dominante als auch eine submissive Rolle einnehmen. Der Wechsel kann von Partner, Szene, Dynamik, persönlicher Lust, Stimmung oder Situation abhängen.

3.5 Master / Mistress

Master bzw. Mistress sind Bezeichnungen, die manche Menschen für eine dominante Rolle innerhalb einer besonders stark ausgeprägten oder langfristigen D/s-Dynamik verwenden.

Im Vordergrund können stehen:

  • Autorität und Führung
  • Gehorsam
  • Kontrolle
  • Regeln und Rituale
  • ein starkes D/s-Gefälle
  • eine ausgeprägte Rollenidentität

Die konkrete Bedeutung wird innerhalb der jeweiligen Dynamik definiert.

3.6 Slave – Sklave / Sklavin

Slave bezeichnet eine stark submissive Rolle, bei der Unterordnung und Abgabe von Kontrolle zentral sind.

Dazu können gehören:

  • Gehorsam und Dienst
  • weitreichende Vorgaben
  • feste Regeln und Strukturen
  • starke Identifikation mit der Slave-Rolle
  • langfristige oder dauerhaft angelegte Unterordnung

Der Begriff bezeichnet eine freiwillige BDSM-Dynamik und keine tatsächliche Unfreiheit. Auch bei einer weitreichenden Slave-Dynamik bleibt die beteiligte Person rechtlich und faktisch selbstbestimmt. Eine BDSM-Vereinbarung kann keine gesetzlichen Rechte außer Kraft setzen.

3.7 Middle

Middle kann je nach Community unterschiedliche Bedeutungen haben.

In manchen Kontexten bezeichnet der Begriff eine erwachsene Person, die innerhalb von Ageplay eine jüngere oder jugendlichere Rolle einnimmt. In anderen Kontexten wird „Middle“ für eine Person verwendet, die innerhalb verschiedener Beziehungen oder Dynamiken sowohl dominante als auch submissive Rollen einnimmt.

Der Begriff ist deshalb ohne Kontext nicht eindeutig.

3.8 Brat

Ein Brat ist eine Sub, die bewusst provoziert, widerspricht oder die Autorität des Doms spielerisch herausfordert.

Typisch sind:

  • spielerisches Widersprechen
  • Provozieren
  • Austesten vereinbarter Regeln
  • eine gewünschte Reaktion des Doms
  • vereinbarte Konsequenzen oder „Brat Taming“

Spielerischer Widerstand darf nicht mit tatsächlichem Widerstand verwechselt werden.

3.9 Service Sub

Bei einer Service Sub steht das Dienen im Mittelpunkt der Submission.

Die Sub kann ihren Dom durch Aufgaben, Fürsorge, Organisation oder Rituale unterstützen, beispielsweise indem sie:

  • Aufgaben und Dienste übernimmt
  • den Dom versorgt
  • Bedürfnisse und Vorlieben berücksichtigt
  • im Alltag entlastet
  • vereinbarte Rituale übernimmt

3.10 Little

Little bezeichnet eine erwachsene Person, die innerhalb einer BDSM-Dynamik bewusst eine jüngere oder kindlichere Rolle einnimmt.

Die Dynamik kann Elemente aus D/s und Ageplay verbinden, etwa:

  • Führung und klare Regeln
  • Fürsorge und Betreuung
  • spielerisches Verhalten
  • Belohnungen und Konsequenzen
  • Daddy-/Mommy-Dom-Dynamiken

Little beschreibt eine Rolle innerhalb einer von Erwachsenen vereinbarten Dynamik.


4. Dynamiken und Beziehungsformen im BDSM

4.1 D/s – Dominance & Submission

D/s beschreibt ein freiwilliges Machtgefälle zwischen einer dominanten und einer submissiven Person.

Die Dynamik kann nur während einer Session bestehen, bestimmte Bereiche einer Beziehung betreffen oder dauerhaft im Alltag gelebt werden. Sie reicht damit von einzelnen Szenen bis zu einer festen Beziehungsstruktur.

4.2 M/s – Master/Mistress & Slave

M/s beschreibt eine D/s-Dynamik, in der die Rollen als Master/Mistress und Slave gelebt werden.

Im Vordergrund steht häufig ein deutlich ausgeprägtes Machtgefälle mit klarer Führung und Unterordnung.

Mögliche Elemente sind:

  • bewusste Unterordnung
  • Gehorsam und Vorgaben
  • Regeln, Aufgaben und Rituale
  • Verantwortung und Führung
  • langfristige Rollenverteilung

4.3 DDlg – Daddy Dom / Little Girl

DDlg steht für Daddy Dom / Little Girl und ist eine Form von D/s, bei der die dominante Person die Daddy-Rolle und die submissive Person die Little-Rolle einnimmt.

Im Mittelpunkt können Machtgefälle, Führung und Fürsorge stehen.

Typische Elemente sind:

  • Führung und Regeln
  • Fürsorge und Kontrolle
  • Belohnungen und Konsequenzen
  • Anreden und Rituale
  • Ageplay bzw. jüngeres Rollenverhalten

DDlg kann sexuell, nicht-sexuell oder eine Mischung aus beidem sein. Alle Beteiligten sind erwachsen.

4.4 TPE – Total Power Exchange

TPE steht für Total Power Exchange und bezeichnet eine besonders weitreichende Macht- und Entscheidungsübertragung. Grundsätzlich können viele oder alle Lebensbereiche einbezogen werden, beispielsweise:

  • Alltag und Lebensführung
  • Regeln und Verhalten
  • Aufgaben und Verpflichtungen
  • persönliche Entscheidungen
  • soziale oder organisatorische Bereiche

Welche Bereiche tatsächlich eingeschlossen sind, wird individuell festgelegt.

„Total“ bedeutet nicht, dass eine Person ihre tatsächlichen rechtlichen oder persönlichen Rechte aufgibt. Auch eine vorherige Vereinbarung legitimiert nicht automatisch jede zukünftige Handlung. Konsens, Sicherheit und Abbruchmöglichkeiten bleiben relevant.

4.5 24/7 – Dauerhaft gelebte BDSM-Dynamik

Bei 24/7 wird die vereinbarte BDSM-Dynamik auch außerhalb einzelner Sessions aufrechterhalten.

Das kann beispielsweise betreffen:

  • Anrede und Umgang
  • Regeln für den Alltag
  • Aufgaben und Pflichten
  • Verhalten in bestimmten Situationen
  • permanente oder zeitweise Machtabgabe

24/7 beschreibt vor allem die zeitliche Ebene der Dynamik.


5. Konsens, Kommunikation und Grenzen

BDSM basiert auf Konsens, Kommunikation und einem bewussten Umgang mit Macht und Verantwortung. Gerade in einer D/s-Dynamik müssen Wünsche, Grenzen und Erwartungen klar sein.

5.1 Consent – Zustimmung und Einvernehmen

Consent bedeutet, dass alle Beteiligten freiwillig und bewusst an einer BDSM-Dynamik teilnehmen.

Dazu gehört:

  • zu wissen, worauf man sich einlässt
  • mögliche Risiken und Folgen zu kennen
  • frei von Druck entscheiden zu können
  • Zustimmung jederzeit verändern oder zurücknehmen zu können

Consent ist kein einmaliges „Ja“ vor einer Session. Eine Sub kann eine konkrete Handlung jederzeit ablehnen. Ein Safeword ist ein zusätzliches Sicherheitsinstrument und keine Voraussetzung für einen Widerruf der Zustimmung.

5.2 Negotiation – Absprache

Negotiation bezeichnet die Absprache vor einer Session oder neuen Dynamik.

Besprochen werden können:

  • Wünsche und Erwartungen
  • Hard und Soft Limits
  • Erfahrungen und Unsicherheiten
  • gewünschte Intensität
  • Safewords und Safesignale
  • Aftercare
  • gesundheitliche oder praktische Einschränkungen
  • Risiken der geplanten Praktiken

Dabei sollte sowohl geklärt werden, was gewünscht als auch was ausdrücklich unerwünscht ist.

5.3 Hard Limits

Hard Limits sind klare Grenzen, die nicht überschritten werden dürfen.

Sie können bestimmte Praktiken, Körperstellen, Wörter, Rollen, Szenarien oder Formen von Macht und Kontrolle betreffen.

Ein Hard Limit ist keine Verhandlungsgrundlage. Es gilt, solange die betreffende Person es selbst verändert.

5.4 Soft Limits

Soft Limits betreffen Praktiken oder Situationen, bei denen grundsätzlich Interesse bestehen kann, aber Unsicherheit oder Zurückhaltung vorhanden ist.

Ein Soft Limit kann sich durch Erfahrung verändern. Das bedeutet jedoch nicht, dass der Dom die Grenze austesten oder Druck ausüben soll. Es signalisiert vielmehr, dass besondere Vorsicht und Kommunikation notwendig sind.

5.5 Safeword – Stoppwörter

Ein Safeword ist ein vorher vereinbartes Wort, mit dem eine BDSM-Situation beendet oder verändert werden kann.

Häufig wird das Ampelsystem verwendet:

  • Grün: alles in Ordnung, weitermachen
  • Gelb: Intensität reduzieren, überprüfen oder Pause
  • Rot: sofort stoppen

Ein Safeword gilt auch dann, wenn Gehorsam oder Widerstand Teil des Spiels sind.

5.6 Safesignale – Nonverbale Kommunikation

Wenn ein Sub nicht sprechen kann oder möchte, können nonverbale Safesignale vereinbart werden, beispielsweise:

  • Handzeichen
  • bestimmte Bewegungen
  • einen Gegenstand fallen lassen
  • vereinbartes Klopfen

Vorher muss eindeutig festgelegt werden, welches Signal was bedeutet.

Körpersprache kann zusätzliche Hinweise auf Überforderung oder Unsicherheit geben, ersetzt aber keine klare Kommunikation über Zustimmung. Wenn unklar ist, ob es einer Person gut geht, sollte die Situation unterbrochen und überprüft werden.

5.7 Check-ins

Check-ins sind kurze Rückfragen oder Beobachtungen während einer Session, um Reaktionen wahrzunehmen und die Intensität gegebenenfalls anzupassen.

Mögliche Fragen:

  • „Alles gut?“
  • „Weiter?“
  • „Intensität so lassen?“
  • „Pause?“

Gerade bei intensiveren Dynamiken sollte der Dom aufmerksam auf Körpersprache und Verhalten achten.

5.8 Grenzen respektieren

Eine kommunizierte Grenze wird respektiert und muss nicht begründet werden.

Das bedeutet:

  • kein Überreden
  • kein Druck
  • keine Schuldzuweisungen
  • kein „Du hast doch vorher zugestimmt“
  • kein absichtliches Austesten eines klaren Limits

Ein Nein ist ein Nein. Auch innerhalb einer BDSM-Dynamik bleiben Grenzen Teil der Vereinbarung.

5.9 Vertrauen im Machtgefälle

Besonders in einem Machtgefälle trägt der Dom eine hohe Verantwortung für den Umgang mit der übertragenen Macht.

Vertrauen entsteht durch:

  • Zuverlässigkeit
  • Ehrlichkeit
  • Einhalten von Absprachen
  • Respekt vor Limits
  • Aufmerksamkeit gegenüber dem Sub
  • verantwortungsvollen Umgang mit Macht

Dominanz ist kein Anspruch auf Kontrolle, sondern eine übertragene Position. Submission ist keine Rechtlosigkeit.

5.10 Red Flags

Warnzeichen in einer BDSM-Dynamik sind unter anderem:

  • Safewords werden ignoriert
  • Limits werden absichtlich ausgetestet
  • Zustimmung wird unter Druck eingefordert
  • ein „Nein“ wird als Ungehorsam behandelt
  • Grenzen werden nachträglich gegen den Sub verwendet
  • der Dom rechtfertigt respektloses Verhalten mit seiner Rolle
  • der Sub hat Angst, Grenzen oder Bedürfnisse anzusprechen
  • Angst oder Unsicherheit werden als „Beweis guter Submission“ dargestellt
  • Isolation von Freunden, Familie oder anderen sozialen Kontakten
  • Ausnutzung finanzieller oder persönlicher Abhängigkeit

Eine BDSM-Rolle rechtfertigt kein Verhalten, das außerhalb der vereinbarten Dynamik nicht akzeptiert würde.

5.11 Verantwortungsvoller Umgang

Gutes BDSM entsteht nicht allein durch die Wahl einer Praktik, sondern durch den Umgang mit Konsens, Macht, Grenzen und Verantwortung.

Die wichtigsten Grundlagen sind:

  • Konsens
  • klare Kommunikation
  • Limits
  • Safewords und Safesignale
  • gegenseitiges Vertrauen
  • Risikobewusstsein
  • aufmerksames Handeln

6. Sicherheit und Risikobewusstsein

BDSM ist nicht automatisch risikofrei. Einige Praktiken können körperliche oder psychische Risiken mit sich bringen. Deshalb gehört es zum verantwortungsvollen BDSM, sich vor einer Praktik mit möglichen Risiken auseinanderzusetzen.

SSC, RACK und PRICK sind keine offiziellen Sicherheitsstandards und keine Garantie für Sicherheit. Sie beschreiben unterschiedliche Ansätze für Risiko, Information, Verantwortung und Konsens.

6.1 SSC – Safe, Sane and Consensual

SSC steht für Safe, Sane and Consensual – sicher, vernünftig und einvernehmlich.

Dabei geht es darum:

  • Risiken zu kennen und möglichst zu reduzieren
  • eigene Grenzen und Fähigkeiten einzuschätzen
  • nur mit Zustimmung aller Beteiligten zu handeln
  • verantwortungsvoll mit Risiken umzugehen

„Safe“ bedeutet nicht völlig risikofrei, sondern einen möglichst verantwortungsvollen Umgang mit vorhandenen Risiken.

6.2 RACK – Risk-Aware Consensual Kink

RACK steht für Risk-Aware Consensual Kink.

Im Mittelpunkt steht der bewusste Umgang mit Risiken:

  • sich über Praktik und Risiken informieren
  • mögliche Folgen kennen
  • bewusst entscheiden, ob man diese Risiken eingehen möchte
  • Verantwortung für die Entscheidung übernehmen

RACK betont besonders, dass manche BDSM-Praktiken trotz Vorbereitung nicht vollständig risikofrei sind.

6.3 PRICK – Personal Responsibility, Informed, Consensual Kink

PRICK steht für Personal Responsibility, Informed, Consensual Kink.

Der Schwerpunkt liegt auf persönlicher Verantwortung und informierter Zustimmung:

  • sich ausreichend informieren
  • eigene Entscheidungen treffen
  • mögliche Folgen berücksichtigen
  • Verantwortung für das eigene Handeln übernehmen
  • Zustimmung aller Beteiligten sicherstellen

6.4 Risiken bewusst einschätzen

Vor einer neuen oder intensiven Praktik sollte man sich fragen:

  • Welche Risiken gibt es?
  • Welche Körperbereiche sind betroffen?
  • Welche Fähigkeiten oder Erfahrungen werden benötigt?
  • Gibt es besondere gesundheitliche oder körperliche Faktoren?
  • Was kann schiefgehen?
  • Wie kann die Situation beendet werden?
  • Was passiert, wenn etwas anders läuft als geplant?

Gerade bei intensiveren Praktiken sollte man sich nicht allein auf allgemeine BDSM-Erfahrung verlassen.

6.5 Praktische Sicherheit

Praktische Sicherheit bedeutet, sich mit der konkreten Praktik auseinanderzusetzen.

Dazu gehört beispielsweise:

  • geeignete Materialien verwenden
  • sich vor einer neuen Praktik ausreichend informieren
  • keine unbekannten Techniken spontan ausprobieren
  • körperliche Reaktionen aufmerksam beobachten
  • eine klare Kommunikationsmöglichkeit behalten
  • Abbruchmöglichkeiten vorher festlegen
  • bei Unsicherheit eine Praktik nicht fortsetzen

Bei Rope Bondage, Suspension, Needle Play, Atemkontrolle oder anderen intensiveren Praktiken sind besondere Kenntnisse und eine gezielte Auseinandersetzung mit den jeweiligen Risiken wichtig.

Ein gutes Safeword macht eine riskante Praktik nicht automatisch sicher.


7. Psychologische Zustände und Nachsorge

BDSM kann intensive körperliche und psychische Zustände auslösen. Je nach Dynamik können sogenannte Spaces und Drops auftreten. Sie sind individuell und nicht bei jedem gleich ausgeprägt.

7.1 Sub Space

Sub Space bezeichnet einen veränderten Zustand, den manche Subs während intensiver BDSM-Erfahrungen erleben.

Mögliche Beschreibungen sind:

  • verändertes Zeitgefühl
  • starke Entspannung oder Trance
  • intensive Konzentration
  • Gefühl von Sicherheit und Hingabe
  • emotionale Nähe
  • veränderte Wahrnehmung körperlicher Reize
  • eingeschränkte Fähigkeit zu komplexen Entscheidungen

Sub Space ist kein medizinisch eindeutig definierter Bewusstseinszustand.

Auch wenn ein Sub tief in eine Szene eintaucht, sollte der Dom aufmerksam bleiben und Verantwortung für die Situation übernehmen.

7.2 Dom Space

Dom Space beschreibt einen ähnlichen Zustand auf Seiten des Doms.

Mögliche Merkmale sind:

  • starke Konzentration
  • ausgeprägte Präsenz
  • intensive Wahrnehmung des Subs
  • Führung und Kontrolle
  • starkes Verantwortungsgefühl

Auch Dom Space ist kein medizinisch eindeutig definierter Zustand. Die Intensität kann dazu führen, dass Umgebung oder Zeitgefühl weniger stark wahrgenommen werden. Vereinbarte Sicherheitsregeln sollten deshalb auch während intensiver Sessions eingehalten werden.

7.3 Sub Drop

Sub Drop bezeichnet eine körperliche oder emotionale Tiefphase nach einer BDSM-Erfahrung. Sie kann unmittelbar oder zeitversetzt auftreten.

Mögliche Anzeichen sind:

  • Müdigkeit und Erschöpfung
  • emotionale Sensibilität
  • Stimmungsschwankungen
  • Traurigkeit oder Leere
  • verstärktes Bedürfnis nach Nähe
  • Distanzgefühl oder Überforderung

Sub Drop bedeutet nicht automatisch, dass eine Session schlecht war. Der Begriff ist kein medizinischer Fachbegriff und kann unterschiedliche Erfahrungen beschreiben.

7.3.1 Warum kann Sub Drop entstehen?

Während einer intensiven Session können körperliche Aktivierung, Erregung, Stress, Schmerz und starke Emotionen zusammenkommen. Nach dem Ende fällt diese Intensität wieder ab.

Eine Rolle können spielen:

  • körperliche Erschöpfung
  • Verarbeitung intensiver Emotionen
  • Veränderungen der körperlichen Aktivierung
  • Verarbeitung von Schmerz oder anderen starken Reizen
  • Übergang aus der D/s-Dynamik in den Alltag

Es gibt keine einzelne Ursache, die jeden Drop erklärt.

7.3.2 Umgang mit Sub Drop

Hilfreich können je nach Person sein:

  • Ruhe und Schlaf
  • Essen und Trinken
  • Wärme und Körperkontakt
  • Nähe und Zuwendung
  • Gespräche
  • Zeit zur Verarbeitung
  • ein späterer Check-in

Stärkere oder länger anhaltende Beschwerden sollten nicht einfach als „normaler Sub Drop“ abgetan werden.

7.4 Dom Drop

Auch ein Dom kann nach einer Session einen Dom Drop erleben.

Mögliche Faktoren sind:

  • hohe Konzentration
  • Verantwortung für den Sub
  • emotionale Intensität
  • körperliche Erschöpfung
  • Übergang in den Alltag

Auch Doms können danach Nähe, Ruhe oder Zeit zur Verarbeitung benötigen.

7.5 Aftercare

Aftercare bezeichnet die bewusste Nachsorge nach einer BDSM-Session. Sie hilft Dom und Sub, wieder in einen normalen körperlichen und emotionalen Zustand zurückzufinden.

Mögliche Bestandteile sind:

  • Körperkontakt und Nähe
  • Ruhe
  • Wärme
  • Essen und Trinken
  • Gespräche
  • emotionale Bestätigung
  • Unterstützung bei einem möglichen Drop

Aftercare ist nicht nur Kuscheln. Manche Menschen brauchen viel Nähe und Austausch, andere zunächst Ruhe und Abstand. Deshalb sollte Aftercare möglichst vorher besprochen werden.

7.6 Debrief

Ein Debrief ist die Nachbesprechung einer Session und kann unmittelbar danach oder später stattfinden.

Mögliche Fragen:

  • Was hat gut funktioniert?
  • Was war besonders intensiv?
  • Was sollte beim nächsten Mal anders laufen?
  • Sind neue Grenzen oder Wünsche entstanden?
  • Wie wurde die Session emotional erlebt?

Der Debrief hilft, Erfahrungen einzuordnen, Missverständnisse zu klären und die Dynamik weiterzuentwickeln.

Aftercare dient vor allem der unmittelbaren Nachsorge, während der Debrief eher der gemeinsamen Reflexion dient.


8. Spielarten des BDSM

BDSM umfasst eine große Bandbreite an Kinks, Praktiken und Dynamiken. Viele lassen sich miteinander kombinieren und können sowohl Teil einer einzelnen Session als auch einer längerfristigen D/s-Dynamik sein.

8.1 Körperliche und sensorische Spielarten

8.1.1 Bondage

Bondage bezeichnet die Einschränkung der Bewegungsfreiheit durch Fesseln oder Fixierungen.

Typische Materialien und Formen sind:

  • Seile
  • Manschetten
  • Tapes
  • Fesseln und Fixierungen
  • Suspension Bondage

Neben Immobilisierung können Kontrollabgabe, Ausgeliefertsein, Körperpositionen, Vertrauen und Machtgefälle im Mittelpunkt stehen.

8.1.2 Rope Bondage / Shibari

Rope Bondage nutzt Seile als zentrales Bondage-Material. Neben Fixierung können Körperpositionen, Spannung und Druck, Ästhetik, Vertrauen, Machtgefälle und die Verbindung zwischen Rigger und Rope Bottom eine Rolle spielen.

Shibari bzw. Kinbaku sind japanisch beeinflusste Formen des Rope Bondage, bei denen neben der technischen Ausführung auch Ästhetik, Dynamik und Verbindung wichtig sein können.

Gerade bei Rope Bondage, insbesondere Suspension Bondage, sollte man sich mit den spezifischen Risiken und erforderlichen Kenntnissen auseinandersetzen.

8.1.3 Impact Play

Impact Play umfasst gezielte Schläge, Hiebe oder andere intensive körperliche Reize.

Typische Tools sind:

  • Hand
  • Paddle
  • Flogger
  • Gerte
  • Peitsche

Je nach Praktik können unterschiedliche Körperstellen einbezogen werden. Die Intensität reicht von leichtem Sensual Impact bis zu sehr intensivem Pain Play.

Spanking ist eine Form des Impact Play, bei der meist der Hintern im Mittelpunkt steht. Je nach Dynamik kann Spanking erotisch, spielerisch, erzieherisch oder Teil eines D/s- bzw. Punishment-Settings sein.

8.1.4 Sensation Play

Sensation Play konzentriert sich auf eine intensive oder gezielt veränderte Körperwahrnehmung.

Mögliche Reize sind:

  • Berührung
  • Druck
  • Temperatur
  • unterschiedliche Texturen
  • Schmerzreize
  • andere Sinnesreize

Der Fokus liegt auf der Sensation und nicht ausschließlich auf Schmerz.

8.1.5 Needle Play

Needle Play bezeichnet das Setzen von Nadeln als BDSM-Praktik und wird häufig dem Edgeplay oder Medical Play zugeordnet.

Im Mittelpunkt können Schmerz, Kontrolle, Körperwahrnehmung, Vertrauen und die visuelle Komponente stehen.

Needle Play ist mit besonderen Risiken verbunden und sollte nicht ohne entsprechende Kenntnisse und Vorbereitung ausprobiert werden.


8.2 Macht- und psychologische Spielarten

8.2.1 Praise Kink

Beim Praise Kink stehen Lob, Anerkennung und Bestätigung durch den Dom im Mittelpunkt.

Typisch sind:

  • Lob für Gehorsam
  • Bestätigung von Leistung
  • verbale Anerkennung
  • Belohnung durch Aufmerksamkeit

8.2.2 Humiliation Play

Humiliation Play nutzt Scham, Verlegenheit oder Demütigung als bewusst vereinbarten Kink.

Mögliche Elemente sind:

  • verbale Demütigung
  • Bloßstellung
  • Erniedrigung
  • bestimmte Rollen oder Aufgaben

Vorher sollte genau geklärt werden, welche Formen gewünscht und welche ausgeschlossen sind.

8.2.3 Degradation

Degradation bezeichnet gezielte verbale oder rollenspielerische Herabsetzung innerhalb einer BDSM-Dynamik. Im Unterschied zu allgemeiner Humiliation steht häufig die konkrete Abwertung der Sub im Mittelpunkt.

8.2.4 Control Play

Bei Control Play steht die Abgabe von Kontrolle im Mittelpunkt.

Mögliche Bereiche sind:

  • Entscheidungen
  • Verhalten
  • Kleidung
  • Tagesablauf
  • sexuelle Kontrolle
  • Regeln und Vorgaben

Control Play kann von einer einzelnen Session bis zu einer umfassenden D/s-Dynamik reichen.

8.2.5 Tease & Denial

Tease & Denial bezeichnet das gezielte Aufbauen und Zurückhalten sexueller Erregung.

Typische Elemente sind:

  • Teasing
  • Orgasm Control
  • Orgasm Denial
  • Keuschhaltung
  • Wiederholtes Steigern und gezieltes Reduzieren sexueller Erregung (edging)

Die Kontrolle darüber kann beim Dom liegen und Teil eines größeren Machtgefälles sein.

8.2.6 Fear Play

Fear Play nutzt Angst, Anspannung und psychologischen Stress als BDSM-Reiz.

Mögliche Elemente sind:

  • Kontrollverlust
  • Verhör- oder Bedrohungsszenarien
  • Ausgeliefertsein
  • Horror- oder Angst-Rollenspiele

Da Angst sehr intensiv erlebt werden kann, müssen persönliche Grenzen besonders klar abgesprochen werden.


8.3 Rollen- und Szenariospiele

8.3.1 Role Play

Role Play bezeichnet das bewusste Einnehmen einer Rolle oder eines Szenarios.

Beispiele:

  • Dom/Sub-Szenarien
  • Lehrer/Schüler
  • Arzt/Patient
  • Gefängnis- oder Verhörszenarien
  • Fantasy-Rollen

Der Reiz kann in Rollenübernahme, Machtgefälle und dem Spiel mit einer bestimmten Dynamik liegen.

8.3.2 Pet Play

Pet Play ist eine Form von Role Play und häufig auch D/s, bei der eine Person eine tierische Rolle einnimmt.

Bekannte Formen sind:

  • Puppy Play
  • Kitten Play
  • Pony Play

Pet Play kann spielerisch und psychologisch geprägt sein. Dazu gehören beispielsweise:

  • Einnehmen eines Pet-Headspaces
  • tierisches Verhalten und Körpersprache
  • Training
  • Gear und Outfits
  • Kommandos
  • Belohnungen und Konsequenzen

Weitere BDSM-Elemente können Training und Gehorsam, Leinen und Halsbänder, Fütterung und Versorgung sowie Besitz- und Hierarchiedynamiken sein.

Pet Play kann als einzelne Szene oder als Teil einer längerfristigen D/s-Dynamik gelebt werden.

8.3.3 Ageplay

Ageplay bezeichnet ein Rollenspiel, bei dem erwachsene Personen bewusst eine andere Altersrolle einnehmen.

Dazu können Little- oder Middle-Dynamiken gehören. Ageplay kann Elemente aus D/s, Fürsorge, Role Play und Machtgefälle enthalten.

Alle Beteiligten sind erwachsen. Die gespielte Altersrolle verändert daran nichts.

8.3.4 Medical Play

Medical Play nutzt medizinische Rollen, Settings und Vorstellungen als BDSM-Kink.

Typische Elemente können sein:

  • Arzt-/Patienten-Rollenspiel
  • Untersuchungsszenarien
  • medizinische Instrumente
  • Kontroll- und Ausgeliefertsein-Dynamiken

Medical Play kann stark mit D/s, Role Play und Fetisch verbunden sein.


8.4 Intensivere und risikoreichere Spielarten

8.4.1 Edgeplay

Edgeplay bezeichnet BDSM-Praktiken, die bewusst an persönliche körperliche oder psychische Grenzen herangehen. Welche Praktiken darunter fallen, wird unterschiedlich definiert.

Je nach Community können dazugehören:

  • intensives Pain Play
  • extreme Machtgefälle
  • Humiliation
  • Fear Play
  • CNC
  • bestimmte Formen von Blood Play
  • andere besonders intensive oder riskante Praktiken

Edgeplay ist kein festes Set von Praktiken, sondern beschreibt vor allem das Spielen nahe an einer persönlichen Grenze oder einem bewusst gewählten Risiko.

8.4.2 CNC – Consensual Non-Consent

CNC steht für Consensual Non-Consent. Dabei wird eine Dynamik vereinbart, in der innerhalb der Szene ein scheinbarer Non-Consent dargestellt oder erlebt wird.

Der tatsächliche Konsens liegt außerhalb der gespielten Situation: Die Beteiligten vereinbaren vorher, welches Szenario stattfinden darf und welche Grenzen gelten.

CNC kann beispielsweise als einzelne Session, wiederkehrendes Play oder Bestandteil einer D/s- oder M/s-Dynamik gestaltet werden. Auch Szenarien mit bewusst dargestelltem Widerstand oder einem „Nein“ als Teil des Rollenspiels sind möglich.

Besonders klar besprochen werden müssen:

  • tatsächliche Hard Limits
  • Safewords
  • Safesignale
  • Abbruchkriterien
  • erlaubte und nicht erlaubte Handlungen
  • Rollen und Szenario
  • Aftercare

Ein „gespieltes Nein“ und ein tatsächlicher Widerruf des Konsenses müssen eindeutig voneinander unterscheidbar sein.

Ein tatsächlicher Widerruf darf nicht ignoriert werden. CNC macht aus tatsächlichem Nicht-Einverständnis kein BDSM; Grundlage bleibt eine vorher getroffene Vereinbarung zwischen erwachsenen Beteiligten.

8.4.3 Tunnel Play

Tunnel Play bezeichnet Situationen, bei denen eine BDSM-Handlung oder ein Reiz nach Beginn nur eingeschränkt verändert oder unterbrochen werden kann.

Der Reiz kann darin liegen, dass der Bottom weiß, dass eine Situation für eine vereinbarte Zeit oder bis zu einem festgelegten Punkt bestehen bleibt.

Im Mittelpunkt können stehen:

  • Ausweglosigkeit
  • Kontrollverlust
  • Hingabe
  • Erwartung
  • das bewusste Durchstehen einer vereinbarten Situation

Tunnel Play kann mit anderen Kinks kombiniert und teilweise dem Edgeplay zugeordnet werden.

„Nicht abbrechbar“ bedeutet jedoch nicht, dass eine Person ihr Recht auf einen tatsächlichen Widerruf des Konsenses verliert. Bei einem Sicherheitsproblem oder eindeutigen Abbruch muss die Situation sicher beendet bzw. unterbrochen werden können.

Der „Tunnel“ beschreibt den Charakter des Spiels, nicht den Verlust der Selbstbestimmung.


9. Schlussgedanke

BDSM kann sehr unterschiedlich aussehen. Für manche Menschen bedeutet es Schmerz und körperliche Intensität, für andere Macht und Kontrolle, Vertrauen, Hingabe, Rollenspiel, Fürsorge oder emotionale Nähe. Manche leben BDSM nur gelegentlich in einzelnen Sessions, andere integrieren es dauerhaft in ihre Beziehung oder ihren Alltag.

Es gibt deshalb keine einzelne richtige Art, BDSM zu leben.

Wichtig ist, dass die Beteiligten wissen, worauf sie sich einlassen, freiwillig teilnehmen, miteinander kommunizieren, Grenzen respektieren und verantwortungsvoll mit der übertragenen Macht umgehen.

> BDSM bedeutet nicht, dass eine Person keine Grenzen mehr hat. > > Es bedeutet, dass Menschen bewusst entscheiden, welche Grenzen sie miteinander verschieben, erkunden oder innerhalb einer Dynamik gestalten möchten.

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u/SouISmith — 21 days ago
▲ 17 r/BDSMCommunityGermany+2 crossposts

Dragon rattan cane | Schlagwerkzeug | impact play | punishment tools | BDSM Deutschland | D/s Germany

Wenn es um spanking geht, bin ich zwar prinzipiell ein großer Freund davon meine Hände zu benutzen, um mich direkt am Hintern meiner sub zu erfreuen - oder meinen Gürtel, da durch ihre Erinnerungen alleine das Klimpern der Gürtelschnalle schon die ersten Reaktionen in ihrem Körper auslöst - verwende ich gerade bei Strafen oder maintenance funishments gerne auch mal verschiedene Schaginstrumente.

Obwohl meine sub keine echte Masochistin ist, sondern der Schmerz eher ein Mittel zum Zweck ist, hat sie es zuletzt geschafft, mit ihrem süßen Hintern meine erste Wahl für Bestrafungen, einen Bambus Cane (siehe Bild 2), zu zerbrechen.

Daher habe ich mich vor ein paar Wochen etwas ausführlicher darüber informiert, welche canes von impact play Enthusiasten empfohlen werden.

Für mich persönlich ist die Wahl auf dragon rattan canes gefallen.

• Sie sind flexible und machen ein sehr schönes Geräusch wenn sie durch die Luft schwingen. Allein das sorgt schon für die richtige Stimmung.

• Durch die Flexibilität ist der impact ein anderer. Peitschender und schärfer. Im Vergleich zum dumpferen Schmerz beim steiferen Bambus.

• Sie sind sehr leicht und robust.

• Durch die Glättung der Oberfläche und der in der Regel hochwertigeren Verarbeitung sehen sie meiner Meinung nach auch sehr schön aus.

• Ein nicht unwichtiger Vorteil gegenüber Bambus ist der, dass Bambus das Risiko birgt zu splittern, was zu ungewollten Verletzungen führen kann. Dies habe ich aber in der Praxis bisher so noch nicht erlebt.

Ein ausführlicherer Erfahrungsbericht wird folgen.

Welches sind eure Lieblingsschlaginstrumente?

u/SouISmith — 22 days ago

Neue BDSM community Deutschland

Um der deutschen BDSM Community auch auf Reddit wieder einen Ort zum Austausch und Zusammenfinden zu geben, wurde dieses subreddit eröffnet.
Es richtet sich an alle Nutzer die BDSM im Herzen tragen und dazu beitragen wollen, dass die Community weiter wächst und zusammenkommt.

Auch wenn jeder BDSM für sich selbst definiert, bitte ich euch andere Meinungen zu akzeptieren und respektvoll zu bleiben.

Ich hoffe auf einen regen Austausch, offene Diskussionen, Hilfestellungen für Neulinge, Erfahrungsberichte, Hinweise auf Events und Veranstaltungen sowie auf Erfolgsgeschichten von Menschen die hier zusammengefunden haben.

Fotos sind ebenfalls erlaubt, so lange sie einen BDSM Bezug haben, ihr im Besitz der Rechte seid und sie über ein Mindestmaß an Ästhetik verfügen.
(Verurteilt mich, aber dickpics fallen für mich nicht unter diese Kategorie)

Erlaubt sind also:

• Fragen
• Erfahrungsberichte
• erotische Geschichten
• Kontaktanzeigen
• Eventankündigungen
• Fotos

Bitte spart euch jegliche Form von:

• Diskriminierung
• Rassismus
• kink shaming
• politische Inhalte
• alles was illegal ist

Das Forum ist ausschließlich für:

• 18+ only
• einvernehmliche Inhalte

Nun bleibt mir nur noch euch viel Spaß zu wünschen. Beteiligt euch fleißig und helft so unsere Community zu einem lebendigen Ort zu machen.

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u/SouISmith — 25 days ago
▲ 254 r/corner_time+1 crossposts

Humping air while being plugged and standing in the corner is all she gets

u/SouISmith — 28 days ago

update: being seen by that many people made her so horny that she needed to cool down in her corner

While keeping the plug in her mouth she fucks her ass with every hour

u/SouISmith — 28 days ago

Even anal only whores can be classy - that doesn’t mean they get treated as such #slaveMina

Where are all the good behaving little whores - Raise your hand if you know that you are beautiful but still cant help yourself but to crave humiliation.

u/SouISmith — 28 days ago

Even anal only whores can be classy - that doesn’t mean they get treated as such

Where are all the good behaving little whores - Raise your hand if you know that you are beautiful but still cant help yourself but to crave humiliation.

u/SouISmith — 28 days ago

Slave Mina during her daily training

After being anal only for more than two month, my permanently denied slave Mina is even denied of fucking her ass for now. Instead she is training her throat with her anal dildo every day to become an even better toy.
That doesn’t mean she should not get enjoyed. She will still fulfill her purpose and make other people happy. So enjoy her and let her feel her position.

u/SouISmith — 1 month ago
▲ 24 r/XXXGermany+1 crossposts

Anytime, anywhere - my good behaving little sub is always ready to please

u/SouISmith — 2 months ago
▲ 203 r/corner_time+1 crossposts

Even the good girls need a little reminder sometimes - Slave Mina

u/SouISmith — 3 months ago